Pharmazie fertig rekonstruiert
Umbaumaßnahmen nach fünf Jahren beendet

Im Jahr 1995 wurden am Fachbereichsgebäude, Wolfgang-Langenbeck-Straße 4, umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen begonnen. Der in die Jahre gekommene Bau wies große bauliche und technische Mängel auf. Die notwendigen finanziellen Mittel in Höhe von 23 Millionen DM wurden teilweise vom Bund und vom Land Sachsen/Anhalt bereitgestellt. Bauträger war das Staatshochbauamt Halle. Leider reichten die Mittel nicht, um den gesamten Gebäudekomplex zu erneuern. Deshalb wurde entschieden, zunächst den Gebäudeteil mit den studentischen Ausbildungslaboratorien zu rekonstruieren, denn diese befanden sich in einem baulich besonders schlechten Zustand. Damit sollte Halle als attraktiver Studienort für Pharmaziestudierende, auch über die Ländergrenze hinweg, erhalten bleiben.

Um den vollständigen Studienbetrieb in der gesamten Umbauphase aufrecht zu halten, wurde das Vorhaben in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt umfasste die Sanierung der Fassade einschließlich des Einbaus neuer Fenster und die Rekonstruktion ca. eines Drittels der Labore und Arbeitsräume. Er wurde im Sommer 1997 funktionsfähig übergeben. Unmittelbar darauf begann der zweite Bauabschnitt mit der Rekonstruktion des restlichen Gebäudes. In beiden Abschnitten erfolgte vor dem Wiederaufbau ein vollständiger Rückbau und eine komplette Entkernung bis auf die tragenden Mauerteile. Im Frühjahr 2000 war die Sanierung im wesentlichen abgeschlossen.

Natürlich brachte der Umbau (fünf Jahre lang!) durch Baulärm und Bauschmutz erhebliche Probleme für Studierende und Mitarbeiter mit sich. Bauarbeiten und Lehrverpflichtungen wurden aber stets so koordiniert, dass letztere studienplangerecht in guter Qualität erledigt werden konnten, wenn auch teilweise weitere Anmarschwege zum Hörsaal, zur Chemikalien- und Glasausgabe in Kauf zu nehmen waren, weil sowohl Mitarbeiter als auch Studierende in der Umbauphase vermehrt Räume des benachbarten Fachbereichs Chemie nutzen mussten. Im nicht von der Rekonstruktion betroffenen Gebäudeteil wurde enger zusammengerückt, so dass ununterbrochen alle Institute des Fachbereiches arbeitsfähig waren.

Seit Sommer 2000 können wir wieder alle Räume nutzen. Studentenschaft und Mitarbeitern stehen moderne und freundliche Laboratorien und Arbeitsräume zur Verfügung, die auf hohem technischen Niveau ausgerüstet worden sind. So finden wir überall eine gut funktionierende Abluftanlage, ausreichende Abzugskapazitäten, absaugbare Chemikalien- und Gasflaschen-schränke und an den Laborarbeitsplätzen regelbares Vakuum, Schutzgas sowie Druckluft. Der Fachbereich Pharmazie hat Ausbildungslaboratorien, Wägezimmer, Stinkräume und Wissenschaftlerarbeitsräume erhalten, deren moderne Einrichtungen beispielhaft für das gesamte Bundesgebiet sind.

Mit der Neuisolierung und Neuanstrich der Außenfassade am Haupthaus, der Übergabe der sanierten Toiletten, der Erneuerung der Abwasserleitung im Hofbereich und dem Einbau einer Entwässerung der Kellerlichtschächte sowie der Wiederherrichtung der Bepflasterung im Anlieferbereich, sind die vorgesehenen Rekonstruktionsmaßnahmen nun beendet.

Am 20. September um 13.00 Uhr erfolgt die Übergabe dieses letzten Abschnittes.

Der Fachbereich dankt allen an der Rekonstruktion beteiligten Ämtern, Büros und Betrieben. Ein besonderer Dank gilt den an der Rekonstruktion beteiligten Mitarbeitern des Staatshochbauamtes Halle, den Planungsingenieuren und den Mitarbeitern des Architekturbüros Dr. Mertens und nicht zuletzt dem Baudezernat unserer Universität, die alle Probleme neuauftauchende und nicht vorhersehbare Schwierigkeiten gemeistert haben. Sie waren ständige Begleiter der Baumaßnahmen und stets kompetente Ansprechpartner und ermöglichten es, dass der volle Lehr- und Forschungsbetrieb während der gesamten Bauzeit gesichert war. Für den unmittelbar in das Baugeschehen eingebundenen Baubeauftragten des Fachbereiches, Prof. Dr. Heinrich Richter, waren sie stets verständnisvolle Partner. Er wünscht sich deshalb in der Hoffnung, dass bald auch Gelder für die Rekonstruktion des Haupthauses zur Verfügung stehen werden für diese künftige Rekonstruktion die gleichen Baupartner.

(Prof. Dr. Heinrich Richter / Dr. Margarete Wein, 14. September 2001)

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Heinrich Richter, Tel.: 0345 / 552 50 02/90, Fax: 0345 / 552 70 26
E-Mail: richter@pharmazie.uni-halle.de


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