Rekonstruktion der Klinik
und Poliklinik für Orthopädie

Erster Bauabschnitt vollendet

Nach knapp dreijähriger Bauzeit wurde am 3. Mai 1999 der erste Bauabschnitt im Rahmen der Rekonstruktionsarbeiten des Gebäudekomplexes Magdeburger Straße 22, an die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität übergeben. Somit erhält die Klinik und Poliklinik für Orthopädie erstmals in ihrer Geschichte ein neues modernes Gebäude, in dem sich alle Aufgaben einer universitären medizinischen Einrichtung zu einem optimalen Gefüge vereinigen. Die Klinik und Poliklinik für Orthopädie, und in der Nachnutzung das ambulante interdisziplinäre Operationszentrum, können somit auf hervorragende räumliche Bedingungen für Lehre, Forschung und medizinische Betreuung verweisen:

  • Drei neue Operationssäle mit modernster Technik garantieren ein Optimum für Patienten und Belegschaft.

  • Die rekonstruierten Patientenbereiche führten zwar zu einer (beabsichtigten) Verminderung der Bettenkapazität, die sich jedoch auf das Wohlbefinden und den Aufenthalt der Patienten in der medizinischen Einrichtung positiv auswirken.

  • Für die studentische Ausbildung stehen drei neue Seminar- und Konferenzräume zur Verfügung, deren Gesamtausstattung eine effektive und zeitgemäße Stoffvermittlung ermöglichen.

Die ausgezeichneten Lehrmöglichkeiten werden durch einen Hörsaal ergänzt, der sich nach der Rekonstruktion in seiner alten Schönheit präsentiert. Die Klinik und Poliklinik für Orthopädie verfügt damit über die besten Voraussetzungen, alle Operationen am Haltungs- und Bewegungsapparat, unter modernen medizinisch-technischen Voraussetzungen auszuführen. Dazu dienen Operationsroboter, Navigationssysteme und minimalinvasiv-chirurgische Einrichtungen ebenso wie die Möglichkeit, über Transplantationschirurgie den Erhalt biologischer Strukturen, d.h. von Knochen und Knorpel so zu forcieren, daß eine Verlängerung schmerzfreier Bewegung erreicht werden kann.

Mit der feierlichen Übergabe leistet als einer der ersten das Land Sachsen-Anhalt einen Beitrag zur wirksamen Prophylaxe und medizinischen Behandlung von Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates im Rahmen der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deklarierten "Dekade der Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates" für die Jahre 2000-2010.

"Das Land, die Universität, die Fakultät und das Klinikum können stolz darauf sein", so Prof. Dr. Werner Hein, Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, "dieses schlüssige Konzept von Nutzung, Nachnutzung und großer Einheit universitärer Aufgaben von Forschung, Lehre und medizinischer Betreuung hier verwirklicht zu haben".

Zur Geschichte

Das Gebäude Magdeburger Straße 22, errichtet am Ende des vorigen Jahrhunderts, war bis zum Auszug der Klinik für Innere Medizin eine Stätte hervorragender klinischer und wissenschaftlicher Begegnung. Mit der Verlagerung der Universitätskliniken in das in den 70er Jahren erbaute Klinikum Kröllwitz, Ernst-Grube-Straße, welches eigentlich für Halle-Neustadt als Kreiskrankenhaus konzipiert war, stand das Gebäude, Magdeburger Straße 22, seit 1978 partiell und seit 1986 komplett leer. In dieses Gebäude siedelte in Abständen die Klinik und Poliklinik für Orthopädie über, die damals ihren Sitz in der Johann-Andreas-Segner-Straße hatte. 1988 begannen die ersten Rekonstruktionsarbeiten, zunächst am Südflügel, später auch am Nordflügel des Gebäudes. Nach der Wende war die Gesamtkonzeption so orientiert, daß der Komplex Magdeburger Straße 22 als endgültige Heimstatt der Klinik und Poliklinik für Orthopädie feststand. Die vorhandenen Freiflächen boten sich für die erste größere Baumaßnahme an. 1994 wurden die entsprechenden Planungsarbeiten ausgeführt, 1995 stimmte der Landtag Sachsen-Anhalts der Rekonstruktion zu und 1996 konnte der Bau beginnen.

(Ingrid Godenrath, 3. Mai 1999,
nach einer Information der Klinik und Poliklinik für Orthopädie,
Prof. Dr. Werner Hein)

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Werner Hein
Tel.: (0345) 55 718 69
Fax: (0345) 55 714 80

e-mail:werner.hein@medizin.uni-halle.de


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