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BOSNISCHER LITERATUREXPRESS
Exkursion von Studenten des Instituts für Slawistik der MLU
nach Bosnien-Herzegowina und Kroatien
 
Sechzehn Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - die waren meisten Slawisten - nahmen vom 27. Oktober bis 2. November 2003 an einer u. a. vom DAAD und dem Studierendenrat der MLU geförderten Exkursion teil, die das Ziel hatte, mit dem kulturellen, vor allem literarischen Leben in zwei Ländern Ex-Jugoslawiens bekannt zu werden.

Diese Fahrt war der Abschluss eines Übersetzungsprojektes, bei dem von den TeilnehmerInnen, Studierende der Slawistik und Stipendiaten aus Sarajevo, gemeinsam Erzählungen junger Autoren aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien übersetzt wurden. Die Erzählungen sind bei dem Wettbewerb „Rebellische Prosa - Verträumte Pose“ als die besten ausgewählt worden. Das Resultat dieser Gemeinschaftsarbeit wurde als CD-Rom im Oktober 2003 auf der Frankfurter Buchmesse zusammen mit den englischen und bulgarischen Übersetzungen präsentiert. Die Exkursion sollte nun nicht zuletzt auch zu einem Zusammentreffen und Kennen lernen der Autoren mit „ihren“ Übersetzern führen.

Begleitet wurden die deutschen Studentinnen und Studenten vom Organisator der bosnischen Seite, Nenad Velickovic, dem Redakteur der bosnischen Literaturwerkstatt „Omnibus“, durch dessen Engagement sowohl der Wettbewerb als auch das Übersetzungsprojekt zustande kamen. Des Weiteren waren immer einige der jungen Autoren selbst präsent, so dass den Studienrenden aus Halle jederzeit Ansprechpartner für Fragen und Erklärungen zur Verfügung standen. Die Stationen der Reise waren: Zagreb, Bihac, Banjaluka, Tuzla, Sarajevo, Mostar, Zagreb.

Das im Sommer 1992
zerstörte Gebäude
der National- und
Universitätsbibliothek Sarajevo


Foto: Steffi Kramer

Der Tagesablauf sah täglich eine offizielle Veranstaltung vor, zum Beispiel Besuche von Redaktionen, wissenschaftliche Vorträge, eine Podiumsdiskussion oder Gespräche am runden Tisch zu Themen wie „Ökologie und Literatur“, „Gibt es eine jugoslawische Literatur?“, „Frauen in der bosnischen Literatur“ und „Globalisierung in der Literatur“. Die Abende wurden in Form lockerer literarischer Zusammenkünfte gestaltet, die dennoch immer bestimmte Themen behandelten und an denen nicht nur die deutschen Studierenden und ihre bosnischen bzw. kroatischen Begleiter, sondern auch junge und ältere Literaturfreunde aus der jeweiligen Stadt und Gäste aus Serbien teilnahmen, so dass sich gegen Ende der Fahrt alle ein gutes Bild von dem wahrlich pulsierenden literarischen Leben in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien machen konnten.

Voller neuer Eindrücke kehrte die Gruppe nach einer Woche auf dem Balkan nach Deutschland zurück, und wir hoffen, dass sich die bestehenden Kontakte mit der Universität Sarajevo und der Literaturwerkstatt „Omnibus“ vertiefen und sich noch viele Gelegenheiten für eine gemeinsame Arbeit ergeben.

Eva Kowollik und Gesine Quinque

Kontakt über E-Mail:
ghirsch68@aol.com
 
  Dr. Margarete Wein, 18.02.2004
 
     
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