Forschungen zum Obstbau im Blick

Traditioneller Erfahrungsaustausch zum Jahresbeginn

Noch hat der Winter mit Schnee und Eis die Natur fest im Griff; Pflanzen und Bäume haben Ruhepause. Keine Spur von frischem Grün! Das ist genau die richtige Zeit für einen Erfahrungsaustausch über die Praxis des Obstbaus. Traditionell veranstaltet die Universität Halle, Institut für Acker- und Pflanzenbau, gemeinsam mit dem Landespflanzenschutzamt Magdeburg, dem Obstbauberatungsring Saale Obst e. V. und der LVA Quedlinburg/Ditfurt vom 1. bis 3. Februar 1999 Obstbautage Sachsen-Anhalts. Die Teilnehmer treffen sich im „Anhaltiner Hof" (Am Steinbruch 6) zu Wallwitz bei Halle.

Im Rahmen dieser dreitägigen Veranstaltung lädt das Institut für Acker- und Pflanzenbau, Professur Obst- und Gemüsebau, am 1. Februar ab 10 Uhr in Wallwitz zu seiner 47. Obstbautagung ein. Ziel der Tagung ist es, der obstbaulichen Praxis in Sachsen-Anhalt Ergebnisse aus der internationalen und eigenen obstbaulichen Forschung zu aktuellen Themengebieten zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz zu reinen Beratungsveranstaltungen stehen bei der Obstbautagung der Universität Halle mittel- und langfristige Trends der Entwicklung von Obstsorten- und Artenstrukturen, Produktionsverfahren, sowie neue Ergebnisse über die wissenschaftlichen Hintergründe und Ursachen im Vordergrund. Zur Zielgruppe der Veranstaltung gehören Obstbaupraktiker, Berater sowie Mitarbeiter der Pflanzenschutzämter und Ministerien.

Schwerpunktthemen sind Fragen zu Mechanismen der Infektion von Pflanzen durch pflanzenpathogene Pilze, eine Problematik von grundsätzlichem Charakter beim Kern- und Steinobstanbau. Aus den Erfahrungen des Jahres 1997 und 1998 stellt das Platzen von Süßkirschen ein Problem von erheblicher ökonomischer Relevanz dar. Diese Frage nimmt eine zentrale Stellung der Obstbautagung ein. Ergänzt wird der Komplex durch einen Vortrag zur Süßkirschenzüchtung in Deutschland. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einem Vortrag zum „Einfluß von Bodenpflege und Unterlage auf das vegetative und generative Wachstum, den Wasser- und Stickstoffhaushalt bei Apfelbäumen im Mitteldeutschen Trockengebiet".

Im Tagungsbüro stellen Zulieferfirmen für den Obstbau ihre Produkte aus. Außerdem findet eine Technikschau statt.

Ansprechpartner:
Dr. Matthias Hinz, Obst- und Gemüsebau, Tel.: 0345/5522647

Tagungsleitung:
Prof. Dr. Moritz Knoche, Institut für Acker- und Pflanzenbau, Tel.: 0345/5522643,
e-mal: knoche@landw.uni-halle.de

Ute Olbertz, 14. 1. 1999


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