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BUNDESWEITE "NIERENWOCHE" VOM 14.bis 20. OKTOBER 2002

Beratungen und Informationen zur Prävention, Früherkennung und zur Therapie von Nierenerkrankungen in Halle - Deutsche Nierenstiftung veranstaltet bundesweite "Nierenwoche"
  09.10.2002
 
In Deutschland müssen sich mehr als 50.000 Menschen einer intensiven Nierenersatztherapie, auch Dialyse genannt, unterziehen, weil ihre Nierenfunktion ausgefallen ist. Drei Mal pro Woche verbringen diese Patienten etwa vier Stunden an einem Dialysegerät. Zudem werden den Nierenkranken eine strenge Diät und strikte Flüssigkeitsbeschränkungen auferlegt. Eine frühzeitige Behandlung jedoch kann in vielen Fällen eine Dialyse vermeiden oder zumindest hinauszögern.

Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema Nierenerkrankungen und den Schutz davor zu lenken, organisiert die Deutsche Nierenstiftung vom 14. bis 20. Oktober 2002 bundesweit die vierte Nierenwoche. Ein weiterer Schwerpunkt des Engagements ist die Nierentransplantation und das Hinweisen auf die Wichtigkeit der Organspende.

Mit Tagen der offenen Tür, von Montag bis Freitag, jeweils von 13 bis 16 Uhr, beteiligen sich folgende medizinische Einrichtungen in Halle an der "Nierenwoche":
  • die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Nephrologie) im Klinikum Kröllwitz unter der Leitung von Kliniksdirektor Prof. Dr. Bernd Osten

  • die Urologische Universitätsklinik mit dem Nierentransplantationszentrum Halle und der Außenstelle der Deutschen Stiftung Organtransplantation in der Magdeburger Straße 16 unter Leitung des Kliniksdirektors Prof. Dr. Paolo Fornara

  • das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara mit der Kindernephrologie in der Barbarastraße 4 unter Chefarzt Dr. Ernst Fukala sowie der Erwachsenennephrologie in der Mauerstraße 5 mit Chefarzt Dr. Thomas Langer
Neben umfangreichem Informationsmaterial für Interessierte und Neugierige stehen auch Besichtigungen der Dialyse-Abteilungen in den beteiligten Kliniken auf dem Programm. Ebenso zählen Beratungsgespräche sowie neue Info-Broschüren und eine Dia-Serie der Deutschen Nierenstiftung zu den Angeboten. Außerdem wird in der Nierenwoche 2002 die Wiederherstellung der Lebensqualität nach einer Nierentransplantation diskutiert. Derzeit leben in Deutschland etwa 15.000 Menschen mit einem Nierentransplantat und bedürfen der Nachsorge - etwa 400 davon in Sachsen-Anhalt.

Auch der aktuelle Stand der Organspende in Deutschland gehört zu den Themen der Nierenwoche. Gegenwärtig warten 25 bis 30 Prozent der Dialyse-Patienten auf eine Spenderniere. Die Wartezeiten auf dieses lebensrettende Organ beläuft sich im Durchschnitt auf zweieinhalb Jahre, in denen sich der Gesundheitszustand der Patienten oft erheblich verschlechtert. Eine weitere Möglichkeit der Organspende ist die Lebendorganspende, bei der zum Beispiel Verwandte füreinander eine Niere zur Verfügung stellen können. Diese Art der Organspende birgt große Chance und Vorteile für die Nierenkranken in sich. Die Hemmschwelle vor der Organspende abzubauen sowie gründlich und genau darüber zu informieren, das ist eines der Ziele der Hallenser Nierenspezialisten.

"Die Aktivitäten zur Verhinderung schwerer akuter und chronischer Nierenerkrankungen müssen unbedingt verbessert werden", erklärt Prof. Dr. Bernd Ostern, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II und Dekan der Medizinischen Fakultät in Halle. "Ursachen für Nierenversagen sind heute bei der Mehrzahl der Patienten Diabetes und Bluthochdruck. Ungesunde Lebensgewohnheiten bringen oft das Risiko einer späteren Nierenerkrankung mit sich. Raucher kämen zum Beispiel dreifach eher zu einer Niereninsuffizienz als Nichtraucher", so Osten.

Besonders wichtig ist die Früherkennung von angeborenen Nierenerkrankungen bei Kindern. Jede Mutter sollte ihr Kind bei einer Blasen- oder Nierenentzündung dem Kinderarzt vorstellen, weil dadurch Spätschäden im Erwachsenenalter vermeiden werden. Bereits eingetretene Nierenschäden lassen sich nicht mehr rückgängig machen oder gar "reparieren". Deshalb soll in der Nierenwoche 2002 rechtzeitig über Krankheitsrisiken informiert werden, so Osten abschließend. Prof. Dr. Bernd Osten, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II und Dekan der Medizinischen Fakultät steht für weitere Anfragen gern zur Verfügung unter Telefon: (0345) 557 - 27 17 oder über E-Mail: direktor.kimII@medizin.uni-halle.de.
Prof. Osten ist einer der sechs Präsidenten des Welt-Nephrologen-Kongresses im Juni 2003 in Berlin, zu dem etwa 9.000 Teilnehmer aus aller Welt in der Bundeshauptstadt erwartet werden.

Informationen zur Deutschen Nierenstiftung und zur Nierenwoche2002 unter den Internet-Adressen
http:// www.mannheim.de/Nierenstiftung
http:// www.nierenwoche2002.de

(Antje Petzold, 9. Oktober 2002)
 
  Ingrid Godenrath, 09.10.2002
 
     
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