homesucheuebersicht
   


zur Universität
zur Verwaltung

mitarbeiter
aktuellemeldungen
experten
tagungen
unizeitung
journal
pressespiegel
zeitungen
mitteilungen
veranman
infodienst
idwpresse
externelinks
plakatvorlagen
design
richtlinien
hinweise
 
  Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen
 
 
NEUE MEDIZIN UND NEUES DENKEN
Medizinische Anthropologie im Kontext jüdischer Denktraditionen
 
Vom 23. bis 25. Oktober 2003 findet in der Stiftung LEUCOREA, Collegienstraße 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg - in Verbindung mit dem Leopold-Zunz-Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums, Wittenberg - die Jahrestagung der Viktor von Weizsäcker Gesellschaft statt.

Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 11.00 Uhr im Großen Saal der Leucorea.

Für die wissenschaftlichen Referate im Plenum konnten u. a. gewonnen werden: Bernhard Casper (Freiburg), Heinz-Jürgen Görtz (Hannover), Stephan Grätzel (Mainz), Dieter Janz (Berlin), Gesine Palmer (Heidelberg), Berthold Rothschild (Zürich), Michael Schmidt-Degenhard (Düsseldorf), Wolfdietrich Schmied-Kowarzik (Kassel), Heinz Schott (Bonn), Hans Stoffels (Berlin) und Reiner Wiehl (Heidelberg).

Am Freitag, dem 24. Oktober, 15.00 bis 18.00 Uhr, finden parallel folgende Symposien statt:

I. Subjektivität, Inkarnation, Alterität.
Jüdische Traditionen im anthropologischen Denken

Guiseppe Veltri (Halle), Heinz Schott (Bonn)

II. Fälle und Probleme.
Krankengeschichten in klinischer und theologischer Perspektive

Dieter Janz (Berlin), Christian Link (Bochum)

III. Neues Denken und neue Medizin.
Lektüreseminar zu Texten von Martin Buber und Viktor von Weizsäcker

Michael Schmidt-Degenhard (Schwerin), Rainer-M. E. Jacobi (Bonn)

Die wissenschaftliche Vorbereitung bzw. Leitung der Tagung lag bzw. liegt in den Händen von Rainer-M. E. Jacobi (Bonn), Hartwig Wiedebach (Göppingen/Potsdam) und Annette Winkelmann (Halle-Wittenberg).

Hintergrund:

Viktor von Weizsäckers Gedanke einer "Neuen Medizin" war der Versuch zu einer "allgemeinen Lehre vom Menschen als Grundwissenschaft der Heilkunde". Nicht um eine abstrakte Rede vom 'Wesen des Menschen' geht es hier, sondern um den konkreten Umgang mit kranken Menschen. Weizsäckers 'Medizinische Anthropologie' gründet daher vor allem in der Begegnung mit menschlicher Not. Diese Beziehung von Not und Hilfe, von Krankem und Arzt, war für ihn nicht nur Anlass, die "Ungültigkeit der idealistischen Vernunftbegriffe für den Menschen zu erweisen". Er strebte "eine Verschiebung des Heilszieles der Medizin im ganzen" an.

Daran wird die Nähe der "Neuen Medizin" zu Bemühungen zeitgenössischer jüdischer Denker deutlich. Das "Neue Denken" etwa Franz Rosenzweigs, in dem die Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition ein konstitutives Moment darstellt, beabsichtigt ebenfalls eine idealismus-kritische "Verschiebung" in den Fundamenten moderner Lebensauffassung. Zahlreiche Dokumente belegen die persönlichen Beziehungen zwischen Viktor von Weizsäcker und seinen jüdischen Gesprächspartnern, neben Franz Rosenzweig insbesondere Martin Buber. Darüber hinaus bedeutet es für die Tagung keine Inkonsequenz, wenn in diesen Kreis auch jene Freunde Weizsäckers einbezogen werden, die - aus ursprünglich jüdischen Familien stammend - dem Christentum angehörten: Hans Ehrenberg, Rudolf Ehrenberg und Eugen Rosenstock-Huessy.

Anmeldung:
Annette Winkelmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Seminar für Jüdische Studien
Franckeplatz 1, D-06110 Halle (Saale)
Tel. (0345) 5524064
Fax (0345) 5527200
E-Mail: winkelmann@lzz.uni-halle.de
 
  Dr. MArgarete Wein, 17.10.2003
 
     
  Copyright       Disclaimer       Impressum       Kontakt
© 2002 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg