Nachwachsende Rohstoffe und Biotechnologie

Martin-Luther-Universität auf der internationalen NAROSSA® 2002

NAROSSA®ist das Markenzeichen für die Präsentation von Forschung, Entwicklung und Vermarktung rund um nachwachsende Rohstoffe (http://www.narossa.de). Unter diesem Namen finden zum achten Mal ein internationaler Fachkongress (10.-11. Juni 2002, Herrenkrug Parkhotel Magdeburg) und zum dritten Mal die Fachmesse für nachwachsende Rohstoffe und Biotechnologie (9.-11. Juni 2002, Messe Magdeburg) statt. Die Messe bietet insbesondere am Dienstag, dem 11. Juni 2002, mit einem Schüler- und Studententag ein Forum für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das Programm beider Veranstaltungen wird durch zahlreiche Beiträge der Uni Halle ge-
staltet.

Am Stand 129 der Messe präsentiert das Institut für Acker- und Pflanzenbau mit Forschungs-
und Entwicklungspartnern die Ergebnisse eines Projektes zur Entwicklung von pflanzenfaser -
verstärktem Spritzguss. Das Vorhaben begann vor drei Jahren und führte Hochschule und Wirtschaft zusammen. Jetzt steht es kurz vor seinem Abschluss. Entstanden ist eine technolo -
gische Lösung, die es erlaubt, Hanffasern als Verstärkungskomponente in Spritzguss einzu -
bringen und dabei Glasfasern zu ersetzen - und dies, wie sich zeigt, kostengünstig und mit ökologischen Vorteilen. Die Entwicklungsarbeit war in erster Linie technologieorientiert, da Spritzgießprodukte, auch solche mit Faserverstärkung, in großer Zahl und Vielfalt produziert werden können.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass dieses Projekt nicht auf eine Lösung im Labor oder Technikum gerichtet war: Von Anfang an sollte herkömmliche Maschinentechnik durch Umrüstung sowie durch veränderte Prozessführung unter den Bedingungen der Produktions -
praxis an die Verarbeitung von Pflanzenfasern angepasst werden. Entstanden sind aber auch erste Produktbeispiele, darunter solche die in Zusammenarbeit mit Industriedesignern von der "Burg" (Hochschule für Kunst und Design Halle) entwickelt worden sind. Ausgestellt wird beispielsweise ein universell einsetzbarer, lösbarer Holzverbinder, der hohen Zugbelastungen standhält. Der Prototyp ist aus Hanffaser-PP gefertigt. Das Produkt ist auf dem Weg zum Markt. Dieser Überleitungsaufgabe widmet sich ein aus der Uni hervorgegangenes Ingenieur -
büro.

Übrigens ist der Werkstoff bei gleicher Leistung gegenüber dem glasfasergefüllten Produkt um etwa 20 Prozent leichter und etwas preiswerter. Werkstoff- und Produktentwicklung sind nur denkbar, wenn jeder Schritt von Analysen begleitet wird. So auch bei diesem Forschungs -
vorhaben. Partner der Ausstellung ist ein Prüfmaschinenhersteller, dessen Know-how insbe -
sondere bei der Prüfung von Naturfasern genutzt wird. Am Gemeinschaftsstand 129 auf der NAROSSA® 2002 in Halle 1 der Messe Magdeburg werden auch StudieninteressentInnen auf ihren Weg zur Uni Halle und zur "Burg" gern und gut beraten. Gesprächspartner aus dem Institut für Acker- und Pflanzenbau der Martin-Luther-Universität, aus dem Fachgebiet In -
dustriedesign der Hochschule für Kunst und Design - Burg Giebichenstein, aus dem Inge -
nieurbüro Rennebaum Halle und von der Zwick Roell AG, Büro Wolfen, stehen vom 9. bis 11. Juni 2002 (Sonntag bis Dienstag) täglich 10-18 Uhr zur Verfügung.

Nähere Informationen:
Institut für Acker- und Pflanzenbau der Martin-Luther-Universität
Telefon: 0345 5522600
Fax: 0345 5527119


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