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BIENENWISSENSCHAFTLERINNEN AUS EUROPA, AFRIKA UND AUSTRALIEN
ZU GAST AN DER UNIVERSITÄT
 
Das Institut für Zoologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg richtet im März 2005 zwei internationalen Tagungen aus. Vom 14.-16. März 2005 nehmen zirka 150 Bienenwissenschaftler aus dem In- und Ausland an der 52. Tagung der Arbeitsgemein-schaft der Institute für Bienenforschung teil und anschließend findet vom 16.-18. März 2005 die Tagung der Internationalen Union zum Studium Sozialer Insekten (IUSSI) mit rund 100 Gästen statt. Beide Veranstaltungen werden im Hörsaal 1, Hoher Weg 4, in Halle (Saale) durchgeführt, für die wissenschaftliche Leitung zeichnet Prof. Dr. Robin Moritz verantwortlich.

Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung vor über 50 Jahren hat sich das Gremium zu einem wichtigen Forum für Politik, Verbände und Wissenschaft entwickelt. Mit dem Ziel, die neuesten Entwicklungen aus der Wissenschaft für die Imkerei nutzbar zu machen, wird über die neuesten Forschungsergebnisse aus der Bienenkunde berichtet und diskutiert. Dass die Tagung Wissenschaftler aus angewandter Forschung und Grundlagenforschung zu neuen Initiativen zusammenführt, ist eine besonderes Merkmal der Veranstaltung. So treffen sich Fachleute aus Landesanstalten für Bienenzucht, universitären Forschergruppen, der Biologischen Bundesanstalt, zahlreichen Honiguntersuchungsstellen, Imkerschulen sowie Verbandsvertreter, Imker und Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben.

Neben angewandten Aspekten, die direkt für die Imkerei Bedeutung haben (Bienengesundheit, Honigqualität, Bestäubung), sind auch Themen aus der Ökologie, Verhaltensbiologie, Neurophysiologie und der Genetik vertreten. Im Hauptreferat wird Prof. Dr. Francis Ratnieks (Universität Sheffield, England) einen Vortrag zur "Polizei im Bienenstaat" halten und auf die sozialen Kontrollmechanismen eingehen, die sicherstellen, dass die Königin Alleinregentin im Bienenvolk bleibt. In einem zweiten Hauptvortrag geht Prof. Dr. Robin M. Crewe (Universität Pretoria, Südafrika) über parasitische Arbeiterinnen im Bienenvolk sprechen und besonders auf die chemische Kommunikation im Bienenvolk ein.

Zu den Schwerpunkten der Tagung gehört auch in diesem Jahr wieder die Bienengesundheit. Experten werden über neueste Entwicklungen im Bereich der Krankheitsbekämpfung, aber auch über neue Bedrohungen für die Imkerei durch den "Kleinen Beutenkäfer" (Aethina tumida) informieren. Derzeit ist dieser Käfer ein besonderes Thema. Aus Afrika kommend, hatte er den Sprung nach Nordamerika geschafft und große Schäden in der dortigen Bienenwirtschaft angerichtet. Trotz weltweit strenger Einfuhrbeschränkungen wurde er vor kurzem auch nach Australien und nach Portugal eingeschleppt, sodass es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, wann der Beutenkäfer in Deutschland auftritt. Angesichts dieser Gefahr konnte sich unter der Leitung des Instituts für Zoologie der Martin-Luther-Universität umgehend ein bundesweites Forschungsnetzwerk - finanziert vom Bundesministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft - zur Bekämpfung des Käfers etablieren.
Wichtige Themen aus der Grundlagenforschung resultieren aus der Sequenzierung des kompletten Genoms der Honigbiene. Etliche Vorträge befassen sich daher mit der molekularen Genetik der Honigbiene und den Konsequenzen der neuen Techniken für die Bienenzucht.

Im Mittelpunkt der IUSSI-Tagung - mit WissenschaftlerInnen aus Europa, Afrika und Australien - steht die genetische Kontrolle des Sozialverhaltens und der Sozialität sowie die soziale Struktur von Ameisen- und Termitenstaaten.

(Prof. Dr. Robin Moritz, Ingrid Godenrath, 4. März 2005)

Die Tagungen im Internet:

52. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung:
http://www.biologie.uni-halle.de/zool/mol_ecol/AG_Tagung.html

IUSSI-Tagung:
http://www.biologie.uni-halle.de/zool/mol_ecol/iussi.html

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Robin Moritz
Tel.: 0345 55-26223
Fax: 0345 55-27264
E-Mail: IUSSI@zoologie.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 04.03.2005
 
     
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