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ANWÄLTE IN SPE LÖSTEN ANSPRUCHSVOLLEN FALL
 
Vier Studierende der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die an der Endrunde der in Genf ausgerichteten "ELSA Moot Court Competition on WTO Law" teilnahmen, haben als bestes nicht-englischsprachiges Team den fünften Platz belegt und wurden außerdem für den weltbesten Klägerschriftsatz ausgezeichnet.

Vom 20. - 25. April 2004 fand in Genf am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) bereits zum zweiten Mal der von der European Law Students’ Association (ELSA) organisierte englischsprachige Moot Court im Welthandelsrecht statt. Bereits in diesem Jahr erhöhte sich die Teilnehmerzahl um zirka ein Drittel, auf 50 Teams, darunter aus Europa, den USA, Australien, Neuseeland und Indien. Bei einem Moot Court müssen Studenten in einem Team einen fiktiven Fall als Anwälte bearbeiten und vor einem Gericht plädieren. Der diesjährige Fall war äußerst anspruchsvoll und behandelte in sehr komplexer Weise Probleme der Vereinbarkeit von Wirtschaftsintegrationszonen mit dem Welthandelsrecht. Zunächst waren die Teilnehmer aufgefordert, Schriftsätze sowohl für den klagenden Staat als auch für den beklagten Staat zu erarbeiten. Mit diesen Schriftsätzen konnten sich die Teams für die Finalrunde in Genf qualifizieren. In der Finalrunde mussten die Teams vor einem Panel, besetzt mit Experten des internationalen Wirtschaftsrechts, plädieren (weitere Informationen zum ELSA WTO-Moot-Court unter: http://www.elsa.org/emcc).



Das erfolgreiche Team
v.l.n.r.: Kevin Koh (Coach), Bernhard Kluttig (Coach), Verena Ritz,
Matthias Bickel, Stefan Schulze, Alexander Struwe

Verena Kathrin Ritz, Alexander Struwe (beide 3. Semester Jura), Stefan Schulze (5.Semester Jura) und Matthias Bickel (LL.M. Studiengang Wirtschaftsrecht), nahmen als einziges deutsches Team für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an diesem Wettbewerb teil. Betreut wurden sie dabei von Kevin Koh und Bernhard Kluttig. Beide sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Chr. Tietje, LL.M.) und der dortigen Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht. Mit ihren hervorragenden Schriftsätzen hatten sie die Finalrunde in Genf, für die sich nur 16 Teams qualifizieren konnten, erreicht. Großzügige finanzielle Unterstützung, ohne die eine Teilnahme an einem solchen Wettbewerb nicht möglich wäre, erhielt das Team durch die Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, den Deutschen Anwalt Verein (DAV) und die Stiftung Rechtsstaat des Landes Sachsen Anhalt.

In der Finalrunde musste jedes Team zweimal - sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite - gegen ein anderes teilnehmendes Team plädieren. Da kein Achtelfinale vorgesehen war, wurden die Halbfinalisten direkt aus den 16 teilnehmenden Teams der Finalrunde ermittelt. Die vier halleschen Studierenden mussten durch die Auslosung ein schwere Hürde nehmen, da sie zunächst gegen die späteren Halbfinalisten von der Universität Valetta, Malta, anzutreten hatten. Als zweiten Gegner traf man auf das Team der Universität Monash, Australien, welches im weiteren Verlauf des Wettbewerbes das Finale erreichen konnte und erst dort in einer knappen 4:3 Entscheidung dem Team der renommierten London School of Economics (LSE) unterlag.

Dem anspruchsvollen Fall und der sorgfältigen Vorbereitung der Teams entsprechend wurden beide Runden auf sehr hohem Niveau ausgetragen. Dabei konnte das hallesche Team mit seiner souveränen Vorstellung die Richter beeindrucken und als beste nicht-englischsprachige Mannschaft einen hervorragenden fünften Platz erreichen. Bei der Verleihung der Awards während der Abschlussveranstaltung standen die Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erneut im Rampenlicht, als ihnen der Preis für den weltbesten Schriftsatz auf Klägerseite durch Frau Dr. Gabrielle Marceau, Counsellor for the Legal Affairs Division of the WTO Secretariat, überreicht wurde.

Berücksichtigt man die Tatsache, dass sich für das Halbfinale ausschließlich Teams englischsprachiger Universitäten qualifizieren konnten, die aufgrund der bestehenden Moot-Court-Tradition im anglo-amerikanischen Rechtssystem über umfangreiche Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen, ist der erzielte Erfolg umso beachtenswerter. Ebenfalls ist zu bedenken, dass die Mehrheit der Studierenden bereits postgraduale Studiengänge absolviert. Zusammen mit dem Erfolg des halleschen Teams im vergangenen Jahr - welches das Halbfinale erreichte und den weltweit besten Schriftsatz erstellte - wird die hohe Qualität der Juristenausbildung bestätigt, die dem internationalrechtlichen Profil der Juristischen Fakultät in Halle entspricht. Vor dem Hintergrund leidvoller "Elite-Universitäten-Diskussionen" zeigt sich, welche hervorgehobene Stellung, insbesondere auf dem Gebiet des internationalen Wirtschaftsrechts, die Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität im Wettbewerb deutscher Fakultäten für sich beanspruchen kann. So bietet das Institut für Wirtschaftsrecht der Martin-Luther-Universität seit geraumer Zeit schon Studierenden der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften die Möglichkeit, den Abschluss eines Master of Laws (LL.M. in Economic and Business Law), mit Schwerpunkt im internationalen Wirtschaftsrecht, zu erwerben.

(Prof. Dr. Christian Tietje, Ingrid Godenrath, 28. April 2004)

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Tietje
Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht
Juristische Fakultät
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Tel.: 0345-5523180
E-Mail: tietje@jura.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 28.04.2004
 
     
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