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STUDIERENDE ERWERBEN ZUSATZ-KOMPETENZEN DURCH MITARBEIT IN SOZIALEN EINRICHTUNGEN
„Service Learning“ an der MLU im Bereich Schlüsselqualifikationen
 
Prägende gesellschaftliche Erfahrungen, die sich gut mit den Studieninhalten verbinden lassen, warten ab dem kommenden Wintersemester auf Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Studierenden können sich dann in sozialen, ökologischen, kulturellen und weiteren gemeinnützigen Engagementfeldern betätigen und dabei ihre für Berufstätigkeiten immer wichtiger werdenden sozialen Kompetenzen entfalten und weiterentwickeln. Organisiert und begleitet wird das Programm mit dem Titel „Do it“ von der gemeinnützigen Stuttgarter Agentur mehrwert in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen-Agentur Halle. Unterstützt wird es von der Robert Bosch Stiftung und der Volksbank Halle e.G.

Beim „Service Learning“ verlassen die Studierenden der Universität zeitweise ihren Campus und arbeiten in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen mit. Dabei kommen sie in unmittelbaren Kontakt zu den jeweiligen Klienten. Die Hochschüler betreuen und pflegen alte Menschen, gestalten Freizeitangebote für Behinderte, helfen ausländischen Kindern bei Schulaufgaben oder unterstützen benachteiligte Jugendliche bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz. Die Teilnehmenden werden zu Beginn gezielt auf ihren Einsatz vorbereitet. Im Anschluss werten sie ihre Erfahrungen gemeinsam mit ihren Kommilitonen aus. „Do it!“ ist so angelegt, dass es nach einer anfänglichen Unterstützung durch die Agentur mehrwert von Multiplikatoren selbständig umgesetzt werden kann.

„In den Bachelor-Studiengängen müssen die Studierenden auch den Bereich Allgemeine Schlüsselqualifikationen abdecken. Wir haben uns entschieden, diesen Teil der Ausbildung breit anzugehen“, erläutert Prof. Dr. Christoph Weiser, an der MLU Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung und internationale Beziehungen. „Bei der Arbeit in sozialen Einrichtungen können die Studierenden viele zusätzliche Kompetenzen erwerben und sich zudem selber besser kennen lernen - auch das ist ein zentraler Punkt.“

MLU greift internationale Impulse auf

Mitinitiator Holger Backhaus-Maul vom Institut für Pädagogik der MLU, ergänzt: „Damit greift die Martin-Luther-Universität als eine der ersten deutschen Universitäten mit der Einführung der neuen Studiengänge auch die zugrunde liegenden internationalen Erfahrungen und Impulse auf.“

Das Programm startet am 23. Oktober mit einer Auftaktveranstaltung. Nach dem Einsatz in den verschiedenen Engagementfeldern folgt eine strukturierte Auswertung Ende Januar 2008. Im Anschluss an diese Pilotphase mit einer begrenzten Anzahl von Studierenden ist beabsichtigt, „Do it!“ ab dem Sommersemester 2008 als dauerhaften Bestandteil in die Bachelor-Studiengänge einzubauen. Die Studierenden erhalten für ihr Engagement Leistungspunkte im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen.

Insgesamt fünf Pilotstandorte

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist einer von insgesamt fünf Pilotstandorten für „Do it!“. Mit der Universität Lüneburg und der European Business School Oestrich-Winkel sind zwei Standorte bereits in die Praxis gestartet. Im Wintersemester werden neben der MLU auch die TU Dresden und die Ludwig-Maximilians-Universität München einsteigen.

Die Agentur mehrwert kann auf langjährige Erfahrungen in sozialen Lernprojekten in der schulischen Bildung und auf das Know-how aus dem Feld der Freiwilligendienste zurückgreifen. Bereits in den Jahren 2004 bis 2006 haben rund 300 Studierende aus Hochschulen in ganz Baden-Württemberg prägende soziale Erfahrungen gemacht. So auch 14 Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, die sich während ihres Studiums insgesamt 40 Stunden in einer sozialen Einrichtung engagierten. Egal ob im Altenheim, im Sozialpsychiatrischen Dienst, in der Werkstatt für Behinderte oder bei der Mobilen Jugendarbeit: Die zukünftigen Lehrer brachten nicht nur jede Menge persönlichen Einsatz, sondern lernten auch viel Neues im Umgang mit anderen Menschen und in fremden Lebenssituationen.

Ansprechpartner:
Ines Jaschinski-Kramer
Freiwilligenagentur Halle
Tel.: 0345 4701355
E-Mail: ines.jaschinski-kramer@projektems.de

Prof. Dr. Christoph Weiser
Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung und internationale Beziehungen
Tel.: 0345 55 21490
E-Mail: christoph.weiser@rektorat.uni-halle.de

 
  Carsten Heckmann, 24.07.2007
 
     
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