Leipziger Theodor-Frings-Preis
an halleschen Germanisten

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und die Universität Leipzig haben dem halleschen Germanisten Prof. Dr. Manfred Lemmer „in hoher Anerkennung seiner national und international geschätzten philologischen und editorischen Leistungen auf dem Gebiet der mittelalterlichen deutschen Literatur, in hervorhebender Wertschätzung seiner weiterweisenden Forschungen zur geschichtlichen Entwicklung der deutschen Sprache, in nachdrücklicher Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes für die Erhaltung und Pflege kultureller Zeugen der Vergangenheit" den diesjährigen Theodor-Frings-Preis zuerkannt.

Der Preis wird seit 1995 im Gedenken an das verdienstvolle Wirken von Prof. Dr. Theodor Frings, der 1927–1968 Ordinarius an der Alma mater Lipsiensis und 1946–1965 Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften war, jährlich gemeinsam von beiden wissenschaftlichen Institutionen verliehen.

Der Preisträger des Jahres 2001,
Jahrgang 1928, studierte 1947 bis 1951 Germanistik
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
und wurde 1956 promoviert.
Spezialisiert auf die Altgermanistik, lehrte er von
1962 bis 1971 an der Humboldt-Universität Berlin.
Dann kehrte er nach Halle und an die Martin-Luther-Universität
zurück, habilitierte sich hier 1981 und wurde im Jahr 1992
zum Ordentlichen Professor berufen.

Vielen Hallensern ist Manfred Lemmer auch als Mundartforscher gut bekannt. Vor allem seine Sammlung von Sagen aus Halle und Umgebung, die unter dem Titel "Der Saalaffe" erstmals 1989 erschien, die von ihm zusammen mit der Projektgruppe "De Dilpsche" herausgegebenen "Neuen Texte in hallescher Mundart" sowie "Forr Ischen und Scheekser" (1991) fanden und finden eine zahlreiche begeisterte Leserschaft.

(Dr. Margarete Wein, 10. Mai 2001)

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Dekan des FB Sprach- und Literaturwissenschaften
Tel.: 0345 / 552 35 00 oder 552 36 10, Fax: 0345 / 552 70 67
E-Mail: solms@germanistik.uni-halle.de


  Zurück zum Index