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100 JAHRE INSTITUT FÜR KUNSTGESCHICHTE AN DER MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT

Internationaler Kongress würdigt das Instituts-Jubiläum
und das Wirken Adolph Goldschmidts
 
„Die Geisteswissenschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ lautet das Vortragsthema von Prof. Rüdiger vom Bruch, Direktor des Instituts für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt Universität Berlin, mit dem am Sonntag, dem 16. Mai 2004, 18.15 Uhr, der internationale Kongress aus Anlass des 100. Geburtstages des Instituts für Kunstgeschichte, in der Aula, Löwengebäude, Universitätsplatz 11, eröffnet wird.
Für die wissenschaftliche Leitung zeichnen Prof. Dr. Gunnar Brands, Institut für Orientalische Archäologie und Kunst und Prof. Dr. Heinrich Dilly, Institut für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, verantwortlich. Angemeldet sind über 100 Gäste aus Europa und den USA.

Zur Auftaktveranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.


Die Tagung, die bis zum 19. Mai 2004 im Löwengebäude stattfindet, erörtert das Leben und Wirken des jüdischen Gelehrten Adolph Goldschmidt (1863-1944), der 1904 mit dem ersten Ordinariat für Kunstgeschichte an der Vereinigten Friedrichs-Universität betraut wurde. In ihren Vorträgen stellen in- und ausländische Referentinnen und Referenten Forschungsergebnisse zu Goldschmidt vor.

Das Kongressprogramm auf einen Blick:
http://www.kunstgesch.uni-halle.de/html/goldschmidt-kongress.html

Adolph Goldschmidt -
sein Leben und Wirken in Halle

Mit der Ernennung von Adolph Goldschmidt zum ersten Ordentlichen Professor für Kunstgeschichte wurde am 16. Mai 1904 der Grundstein für die Einrichtung eines kunsthistorischen Seminars an der damaligen Vereinigten Friedrichs-Universität gelegt, die sich im Robertinum auf dem Universitätsplatz etablierte. Damit schlug die Geburtsstunde des heutigen Instituts für Kunstgeschichte, das derzeit seinen Sitz im Unigebäude, Hoher Weg 4, hat.
Der 41-jährige Goldschmidt wurde, aus Berlin kommend, auf das Ordinariat in Halle versetzt. Dennoch benötigte er wegen seines jüdischen Glaubens die Genehmigung, an der lutherisch geprägten Universität lehren zu dürfen. Obwohl Junggeselle, nahmen ihn die halleschen Professoren, die Justizbeamten, die hohen Militärs nebst Familien in ihre festgefügten Kreise auf. Einige Offiziere besuchten sogar seine Vorlesungen, unter anderem über die Kunst des damals höchst populären Rembrandt Harmensz. van Rhijn, über die Bildhauerei im schon damals touristisch geprägten Florenz sowie über die Anfänge des Holzschnitts und des Kupferstichs im 15. Jahrhundert. Goldschmidt gewann zahlreiche Schüler in Halle. Eng arbeitete er mit Max Sauerlandt, dem jungen Direktor der städtischen Galerie in der Moritzburg, zusammen. Und nicht weniger engagierte er sich für die Aufführungen des Goethe-Theaters in Bad Lauchstädt. Nur acht Jahre lang wirkte er in Halle. 1912 wurde er auf den kunsthistorischen Lehrstuhl in Berlin berufen, auf dem er bis zu seiner Emeritierung ebenso beliebt wie erfolgreich wirkte. Als erster deutscher Kunsthistoriker nahm er Gastdozenturen in Harvard wahr. 1938 sah er sich zur Emigration in die Schweiz gezwungen, wo er 1944 in Basel starb.

Ausstellung in der Moritzburg
Dem Instituts-Jubiläum und dem 100. Bestehen des Talamtes - der Keimzelle des Museums in der Moritzburg ­- ist die Ausstellung "Vom Kunstwerk ausgehen ..." gewidmet, die am Sonntag, dem 9. Mai 2004, 15.00 Uhr, in der Stiftung Moritzburg Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Friedemann-Bach-Platz 5, in Halle (Saale) eröffnet wird. Mit ausgewählten Exponaten - Gemälde, Skulpturen, Fotografien sowie Dokumente - stellt die Schau, konzipiert in Zusammenarbeit Moritzburg - Universität, die Wechselwirkungen zwischen Kunstgeschichte und Museum sowie die Geschichte beider Institutionen und ihre gegenwärtige Zusammenarbeit dar. Alle Interessierten können die Exposition bis zum 4. Juli 2004 besuchen.

(Prof. Dr. Heinrich Dilly, Ingrid Godenrath, 7. Mai 2004)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heinrich Dilly
Tel.: 0345 55-24311
E-Mail: dilly@kunstgesch.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 07.05.2004
 
     
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