Gemeinsames Seminar von Universitäts- und "Burg"-StudentInnen zeigt Ergebnisse

Eine Ausstellung mit dem Titel "Verlängerte Frohe Zukunft" wird am 21. März in der Moritzburg eröffnet und ist dort bis zum 18. Mai 1999 zu sehen. Sie entstand als ein Ergebnis des Projekts
"Kunst ___ Sachsen-Anhalt",
mit dem sich Dr. Johannes Stahl, Kurator aus Bonn, bereits ein Jahr lang beschäftigt.

Im Vorfeld dieser Ausstellung trafen sich etwa 20 Studentinnen und Studenten aus Bonn und Halle (hier waren es Studierende der Martin-Luther-Universität, Insitut für Kunstgeschichte, und der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein) zu einem Seminar mit dem Titel "Einführung in die Strukturen der Kunstvermittlung". Sie hatten dabei Gelegenheit, praktische Erfahrungen in Köln und Bonn sowie in Halle und Leipzig vor allem darüber zu sammeln, wie Kunst vermittelt wird und aus welchen Gründen unterschiedliche Wege gegangen werden. Die TeilnehmerInnen erhielten neben Kontakten zu Studierenden anderer Universitäten auch die Möglichkeit zu Gesprächen mit Veranstaltern. Solche Einblicke in die Berufspraxis des Kunsthistorikers sind in Seminaren selten, denn meist geht es um die Vermittlung von Inhalten. Zudem ließ die Zusammensetzung der Gruppe von vornherein auf lebendige Diskussionen hoffen.

Eine erste Frucht des ungewöhnlich vielseitigen Seminars konnte schon geerntet werden: Die Ausstellung "eins a staub" von Frauke Frötschl und Jan Apitz, die kürzlich in der "Elfmetergalerie" des Instituts für Kunstgeschichte eröffnet wurde und noch bis Ende März besichtigt werden kann. Sie ist ein Ergebnis der schon geknüpften Kontakte und findet hoffentlich viele Folgeprojekte zwischen angehenden Künstlern und Kunsthistorikern.

Im Seminar sind Fragen nach der Aussagekraft des Kunststandorts Halle, nach den Bedingungen und Möglichkeiten für Kunst und Kunstvermittlung vor Ort und im Land entstanden. Die eingangs genannte Ausstellung "Verlängerte Frohe Zukunft" will dazu anregen, über genau diese Punkte nachzudenken. Ihr thematisches Anliegen lautet "Kunst am Ort". Das heißt konkret: 29 KünstlerInnen zeigen in 29 verschiedenen räumlichen Situationen 29 einzelne Arbeiten in und außerhalb der Moritzburg.

Näheres über das Seminar, die Ausstellung und das begleitende Veranstaltungsangebot können Sie in der April-Ausgabe der Universitätszeitung auf Seite 12 lesen.

Dr. Monika Lindner, 12. 03. 1999

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