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DER KLIMAWANDEL UND DIE PFLANZENPRODUKTION
Tagung in Halle zu Entwicklung und Nutzung stresstoleranter Sorten
 
Der Klimawandel stellt auch für Pflanzenzüchter und Agrarwissenschaftler eine enorme Herausforderung dar. Daher veranstaltet die Professur Spezieller Pflanzenbau der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vom 4. bis 5. Oktober 2007 gemeinsam mit drei Arbeitsgemeinschaften der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften und der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung eine öffentliche Tagung zu diesem Thema. Im Zentrum stehen dabei die Entwicklung und die Nutzung stresstoleranter Sorten für Nahrung und Energie. Zu der Tagung werden 100 Experten aus vier Ländern erwartet.

„Das Spannende ist die Frage: Was ist bereits bei kleinen Klimaveränderungen zu erwarten, mit welchem Stress müssen die Pflanzen fertig werden? Nicht immer geht es nur um Trockenperioden, stark wechselnde Verhältnisse sind oftmals das Problem“, führt MLU-Forscherin Dr. Karin Förster aus, die die Tagung organisiert. Im Fokus habe man dabei nicht nur die Nahrungsmittelindustrie, sondern auch den Sektor nachwachsende Rohstoffpflanzen und das Thema Biomasse zur Energiegewinnung. „Dafür stehen ohnehin nur begrenzte Flächen zur Verfügung, und die Qualitätsanforderungen an die Produkte sind sehr unterschiedlich.“

Fachleute aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden werden bei der Tagung in Halle, die den Titel „Klimawandel als Herausforderung“ trägt, Forschungsergebnisse vorstellen und darüber diskutieren, welche Forschungsprojekte weiter verfolgt werden sollten und an welchen Stellen vielleicht Neujustierungen nötig sind. Vortragsthemen sind u.a. der Einfluss des CO2-Anstiegs auf die Kulturpflanzen, Energiefruchtfolgen zur Biogasproduktion, die Anpassung der Weizenproduktion an den Klimawandel und die Verlegung des Blühzeitpunktes bei Nutzpflanzen.

Von Seiten der Martin-Luther-Universität sind an der Tagung drei Lehrstühle beteiligt, die Professuren für Speziellen Pflanzenbau (Dr. Roland Hoffmann-Bahnsen), Allgemeinen Pflanzenbau/Ökologischen Landbau (Prof. Dr. Olaf Christen) und Pflanzenzüchtung (Prof. em. Dr. W. Eberhard Weber). Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Auswirkungen des Klimas auf die Pflanzenproduktion, Biomasseproduktion und Energiefruchtfolgen unter den Bedingungen des mitteldeutschen Trockengebietes sowie Stressresistenz, Umwelteinflüsse und Saatguterzeugung.

Die Tagung ist öffentlich. Der Tagungsbeitrag beträgt 25 Euro.

Veranstaltungsort:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Roemer-Hörsaal des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften
Ludwig-Wuchererstr. 2
06108 Halle

Das Programm der Tagung im Internet:
http://www.gpz-online.de/docs_pdfs/AG06-01.pdf

Ansprechpartnerin:
Dr. Karin Förster
Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften,
Professur Spezieller Pflanzenbau, AG Saatgutforschung
Tel.: 0345 55 22732
E-Mail: karin.foerster@landw.uni-halle.de

 
  Carsten Heckmann, 28.09.2007
 
     
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