Leistungskatalog der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg erschienen

Die Universität als geistig-kulturelles Zentrum der Region

Neben ihren primären Aufgaben - Lehre und Forschung - sind die Universitäten in Deutschland verpflichtet, nicht nur wissenschaftlicher Mittelpunkt, sondern auch ein innovatives, geistig kulturelles Zentrum der jeweiligen Regionen zu sein. Um dieser Verpflichtung gerecht zu werden, hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg jetzt neben den im zweijährigen Rhythmus erscheinenden Forschungsberichten einen "Leistungskatalog: Wissens- und Technologietransfer - Forschung - Entwicklung - Beratung" veröffentlicht.
Mit der Zusammenstellung ist beabsichtigt, das Leistungspotential der Universität übersichtlich darzustellen, Kontaktmöglichkeiten zu offenbaren und Formen der Nutzung bzw. der Zusammenarbeit mit der Universität transparent zu machen. Mehr als 300 Professoren und über 900 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie 500 über Drittmittel bezahlte Wissenschaftler und sehr viele Studenten arbeiten an wissen-schaftlichen Projekten, d.h. sie forschen. Dies bedeutet, modernste wissenschaftliche Geräte, technische Ausrüstung, Bibliotheken und neueste Datenverarbeitungssysteme für viele Millionen DM stehen zur Verfügung. Erfahrene und hochspezialisierte Wissenschaftler sowie das dazugehörige technisches Personal sichern den optimalen Einsatz dieser Ausstattung für Forschung und Entwicklung.

Von besonderem Vorteil ist die interdisziplinäre Arbeitsweise. Sie erschließt sowohl die Vorteile einer Volluniversität als auch die an Bedeutung zunehmende Zusammenarbeit zwischen Geistes-, Natur-, Ingenieur- und medizinischen Wissenschaften bei der Realisierung unterschiedlichster Forschungsprojekte. Aus der Vielfalt der Kompetenzen in Forschung, Beratung und Weiterbildung resultiert ein breites Angebot, das von potentiellen Partnern aus Industrie, Handwerk, Handel, Verwaltung, Dienstleistung und anderen Bereichen genutzt werden kann. Die Forschungskapazitäten innerhalb der Universitäten, trotz geringer werdender finanzieller Spielräume, gewinnen im Land Sachsen-Anhalt besondere Bedeutung, weil insbesondere die industrienahen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in den letzten Jahren um etwa zwei Drittel gesunken sind.

Da die überwiegende Zahl der Industrieunternehmen in Sachsen-Anhalt kleine und mittlere Unternehmen sind, die sich nur mit Innovationen, das bedeutet mit Forschung und Entwicklung, am Markt behaupten können, existiert auch ein beachtliches Potential an Partnern für Forschungs- und Entwicklungskooperationen. Dem Spektrum der verschiedenen akademischen Graduierungen folgend, können im Rahmen von Magister-, Diplom- und Doktorarbeiten Forschungsaufgaben unterschiedlicher Schwierigkeiten und Zeiträume bearbeitet werden. Professoren können als Berater oder Konsultanten in effizienter Weise an Problemlösungen mitwirken.
Diese unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit mit der Universität gehorchen auch wirtschaftlichen Anforderungen. Mit vergleichsweise geringen zusätzlichen Personalkosten sowie den erforderlichen Sachmitteln können unter Nutzung der umfangreichen Grundausstattung der Universität Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau durchgeführt werden. Der Leistungskatalog soll als Katalysator einen Beitrag leisten, um die so dringlich erforderlichen Innovationsprozesse in der Region zu beschleunigen.

Die Broschüre ist in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsplatz 10, 1. Etage, erhältlich.

(20. Januar 1999)

Prof. Dr. Frank Janowski
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06099 Halle
Tel.:(0345) 55 214 50/52
Fax: (0345) 55 270 91
e-mail:waehner@rektorat.uni-halle.de


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