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BACHs „JOHANNESPASSION“
als Gemeinschaftsprojekt von Universität,
Opernhaus und Händel-Festspielen
 
Am Dienstag, dem 30. März 2004, wird um 20.00 Uhr in der Marktkirche zu Halle Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“ aufgeführt.

Dieses 3. Kammerorchesterkonzert des Opernhauses erwächst aus der Zusammenarbeit des Händelfestspielorchesters (auf historischen Instrumenten) mit dem Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“ und der Direktion der Händel-Festspiele.

Nichts ist zu vergleichen mit den beiden erhalten gebliebenen Passionen von Johann Sebastian Bach, der Johannespassion und der Matthäuspassion. Mag die Matthäuspassion aus dem Jahre 1729 mit ihren zwei Chören und zwei Orchestern noch kunstvoller gearbeitet sein, so beeindruckt die wesentlich kürzere Johannespassion, die Bach in seinem ersten Leipziger Amtsjahr am Karfreitag des Jahres 1724 erstmals aufführte, durch ihre Dramatik. Weitere Unterschiede ergeben sich aus den zugrundeliegenden Evangelien, zumal Bach im theologischen Diskurs niemandem aus dem Wege gehen musste und ein sehr feines Gespür für theologische Aussagen hatte. Ist die Matthäuspassion ganz dem Leiden Christi für die Sünden der Welt gewidmet, so zeigt die Johannespassion Christus als den Überwinder des Todes. Schon der Vergleich der Eingangschöre macht dies deutlich. Beginnt die Matthäuspassion mit „Töchter Zion, helft mir klagen“, so heißt es in der Johannespassion: „Herr, unser Herrscher“. Wenn Jesus am Kreuz seine letzten Worte gesprochen hat, „Es ist vollbracht“, greift der Alt in seiner anschließenden Arie diese Worte auf. Der Mittelteil der Arie aber lautet: „Der Held aus Juda siegt mit Macht!“ Wenn der Bassist, die Frage stellt, ob dieser Tod die Erlösung bedeute, singt der Chor dazu die Choralstrophe: „Jesu, der du warest tot, lebest nun ohn’ Ende.“ In der Johannespassion hat nicht der Klagechor das letzte Wort. Ihm folgt die Choralstrophe „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“, in der es heißt: „Alsdenn vom Tod erwecke mich [...] ich will dich preisen ewiglich.“

Wie in der Matthäuspassion ist das Rückgrat des Werkes der Evangelientext, die Kapitel 18 und 19 des Johannesevangeliums. Abgesehen von Rede und Gegenrede der Handelnden, wird er als Rezitativ vom Evangelisten, dem Tenor, vorgetragen. Die Rufe der Menge sind als Chöre höchst kunstvoll und hochdramatisch eingearbeitet. Hinzu kommen Arien, in denen sich der Betrachter ins biblische Geschehen einbringt, und vom Chor vorgetragene schlichte Choräle, die sich gleichwohl durch harmonische Fortschreitungen auszeichnen, wie man sie bei keinem anderen Komponisten jener Zeit findet.

Die Aufführung der Johannespassion wird am 10. Juni 2004 zu den HÄNDEL-Festspielen wiederholt. Geleitet wird sie von Jens Lorenz, dem Universitätsmusikdirektor. Die Solisten Annette Reinhold (die in „Spettacolo barocco“ den Medoro singt), Martin Petzold und Jörg Hempel sind im mitteldeutschen Raum durch große Aufführungen bestens bekannt. Ulrike Fulde gehört zu den großen Nachwuchshoffnungen, und Klaus Mertens nimmt eine Ausnahmestellung unter den deutschen Oratorienbassisten ein.

3. Kammerorchesterkonzert „Herr, unser Herrscher“

Johann Sebastian Bach „Johannespassion“ BWV 245

Dienstag, den 30. März 2004, 20 Uhr, Marktkirche zu Halle


Gemeinschaftsprojekt der Direktion der HÄNDEL-Festspiele,
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des OPERNHAUSES HALLE

Dirigent: Jens Lorenz

Solisten: Ulrike Fulde (Sopran), Annette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Tenor),
Klaus Mertens (Bass), Jörg Hempel (Bass)

Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“

Händelfestspielorchester des OPERNHAUSES HALLE
(auf historischen Instrumenten)

Nähere Informationen:
Dr. Jens Arndt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Musikpädagogik
06099 Halle (Saale)
Tel.: 0345 55-24543
E-Mail: arndt@musikpaed.uni-halle.de
 
  Dr. Margarete Wein, 22.03.2004
 
     
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