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FIT MIT DEM "RICHTIGEN" HERZSCHLAG

Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität stellen Forschungsergebnisse zur
Herzfrequenzvariabilität (HRV) vor - Pressekonferenz am 6. November 2003, 11.00 Uhr
Symposium zur HRV im Fitness- und Gesundheitssport am 8. November 2003,
im Audimax der Universität mit 330 Teilnehmern
 
Das Messen des Pulses oder der Herzfrequenz erfolgt in vielen Situationen: Morgens, vor dem Aufstehen, bei sportlicher Aktivität oder nach der sportlichen Belastung. Möchte man aber mehr über den Fitness- und Gesundheitszustand, die psychische Verfassung oder über den aktuellen “Stresslevel” erfahren, reicht das einfache Messen nicht mehr aus. Deshalb muss der Rhythmus bzw. der Takt des Herzschlages, die Herzfrequenzvaribilität (HRV), überprüft werden. Bei gesunden Menschen schlägt das Herz nicht im Gleichschlag (z.B. jede Sekunde ein Schlag bei einer Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute), sondern das Herz schlägt variabel, das heißt, die aufeinanderfolgenden Herzzeitintervalle sind unterschiedlich lang. Bei bestimmten Krankheiten, unter anderem vor dem Herzinfarkt, sind die Intervalle gleich.

Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität, unter der Leitung von Prof. Dr. phil. Kuno Hottenrott, hat in mehreren Studien nachgewiesen, dass sich nach sportlichem Training oder gezielter Entspannung die HRV verändert. „Mit besonders aufschlussreichen Resultaten“ so Prof. Hottenrott, "können wir bei den älteren Freizeitsportlern aufwarten. Wir haben eine Gruppe von über 60-Jährigen während ihres achtwöchigen Trainings begleitet und die Probanden mit mobilen Messgeräten ausgestattet."

Im Rahmen eines Pressegespräches am Donnerstag, dem 6. November 2003, 11.00 Uhr, möchte Prof. Hottenrott mit seinem Arbeitskreis die Erfahrungen und bisher erzielten Forschungsergebnisse kurz vorstellen und dazu alle interessierten Medienvertreter in den Hörsaal XII im Löwengebäude, Universitätsplatz 11 in Halle (Saale) herzlich einladen. Die Journalisten können dabei gleich die Gelegenheit nutzen, mit einem Mitglied der Walking-Gruppe ins Gespräch zu kommen. Im Gegenzug wird ein Studierender die Reaktion der Herzfrequenzvariabilität während einer speziellen Entspannungstechnik (Freeze Frame) demonstrieren. Das Ergebnis wird sofort bildlich übertragen.

Die noch junge Forschungsrichtung „Herzfrequenzvariabilität“ findet zunehmend Eingang in Rehabilitation, Therapie, Sportwissenschaft und -medizin und nimmt einen immer größeren Stellenwert in der Sportpraxis ein. Deshalb bildet sie auch den Schwerpunkt des 2. Symposiums “Herzfrequenzvariabiltät in Fitness- und Gesundheitssport”, das am 8. November 2003, von 9.00 Uhr bis gegen 18.15 Uhr, im Auditorium Maximum, Hörsaal XXII, Universitätsplatz 1, stattfindet. Ausrichter sind das Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Polar Electro GmbH Deutschland. Für die wissenschaftliche Leitung zeichnet Prof. Dr. phil. Kuno Hottenrott verantwortlich.

Zu der Veranstaltung werden zirka 330 Teilnehmer aus Sportwissenschaft, Medizin und Industrie aus dem deutschsprachigen Raum erwartet. In ihren Vorträgen stellen die Referenten neue Erkenntnisse zur HRV vor und parallel dazu wird in Workshops der Bezug zur Praxis hergestellt. So können die Workshopteilnehmer, wie beispielsweise die Probanden, mittels mobiler Messgeräte ihre eigenen Erfahrungen zu ihrer HRV sammeln. Weitere Themen sind unter anderem die Nutzung der Herzfrequenzvariabilität zur Belastungssteuerung bei kardialen Patienten oder als Regenerationsparameter nach sportlichem Training oder als Kontrollparameter für den Stress- bzw. Entspannungszustand. Mit der HRV ist ein relativ einfacher und zugleich objektiver Nachweis von Effektivität und Qualität eines Trainingsprogramms bzw. Intervention gegeben. Sie wird als Parameter zur Evaluation der bio-psycho-sozialen Fitness gesehen. Einfach gesagt, mit der HRV lässt sich unter anderem relativ problemlos herausfinden, ob eine angewendete Entspannungstechnik dem Individuum nützt oder nicht.

(Prof. Dr. Kuno Hottenrott, Ingrid Godenrath, 3. November 2003)

Das Gesamtprogramm ist im Internet unter
http://www.sport.uni-halle.de/web2/hottenrott/hs.htm nachzulesen.
Weitere Infos zum Thema: http://www.hrv24.de
und
http://www.hrv-sport.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. phil. Kuno Hottenrott
Tel.: 0345 55-24433 (Sekretariat 0345 55-24421)
E.Mail: hottenrott@sport.uni-halle.de
Homepage: http://www.kuno-hottenrott.de
 
  Ingrid Godenrath, 03.11.2003
 
     
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