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Studien zur Landesgeschichte – Band 5
"Halle und die deutsche Geschichtswissenschaft um 1900"
  30.03.2003
 
Manchmal werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus – bei anderen Gelegenheiten wirken sie weit in die Zukunft hinein. So geschehen mit einem wissenschaftlichen Kolloquium, das im November 2000 unter dem Motto "125 Jahre Historisches Seminar an der Universität Halle" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfand.

Der Sammelband mit den dort gehaltenen Vorträgen – sieben zu "Methodologie und Rahmenbedingungen", sechs über "Das Seminar in Halle um 1900" – erschien Ende vergangenen Jahres und dürfte für Fachleute noch lange ein gern konsultierter Fundus sein. Zum allgemeinen Komplex der Institutionalisierung historischer Forschung an deutschen Universitäten und speziellen zur diesbezüglichen Situation an der Universität Halle-Wittenberg. Dreizehn WissenschaftlerInnen, in der Mehrzahl an der Martin-Luther-Universität tätig (gewesen), aber auch von anderen Universitäten, zum Beispiel aus Greifswald und Freiburg, haben während des zweitägigen Kolloquiums verschiedenste Aspekte der Entwicklung der historischen Wissenschaft in Deutschland sowie markante Passagen der ersten Jahrzehnte des Historischen Seminars an der Alma Mater halensis analysiert.

Von den Professoren des Instituts für Geschichte der MLU waren Werner Freitag, Peter Hertner, Manfred Hettling, Hans-Jürgen Pandel, Andreas Ranft und Walther Zöllner beteiligt.

Die Vielfalt der Beiträge reicht, hinsichtlich "Methodologie und Rahmenbedingungen", von der Situation der Historiker im Kaiserreich über die Parallelität der Seminargründungen in Halle und Tübingen, über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte und die Etablierung der übergreifenden Disziplin "Kulturgeschichte" bis zur ambivalenten Relevanz Preußens für die deutsche Geschichte.

Bezogen auf das hallesche Historische Seminar ist der Bogen gespannt von den Anfängen bei dessen Gründer Gustav Droysen über die wissenschaftlichen Leistungen des Universalhistorikers Eduard Meyer, die Verdienste von Erich Dümmler und Theodor Lindner um die hallesche Mediävistik, die wissenschaftliche Bedeutung von Gustav Hertzbergs Geschichte der Stadt Halle und die Entwicklung der Teildisziplin Wirtschafts- und Sozialgeschichte unter Theo Sommerlad bis hin zur kritischen Betrachtung der Historischen Hilfswissenschaften.

Alle Beiträge geben durch zahlreiche Anmerkungen vor allem Fachleuten manche Anregung zu vertiefender Lektüre und zu weiterführender wissenschaftlicher Forschung. Biografische Notizen zu den VerfasserInnen runden das Buch ab.

Da die erste Auflage fast schon vergriffen ist, wird schon über eine zweite nachgedacht.

Werner Freitag (Hg.): Halle und die deutsche Geschichtswissenschaft um 1900. Beiträge des Kolloqiums "125 Jahre Historisches Seminar an der Universität Halle" am 4./5. November 2000, Studien zur Landesgeschichte, herausgegeben von Werner Freitag, Klaus Erich Pollmann, Matthias Puhle, Band 5, mdv Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale) 2002, 208 Seiten, 26,00 Euro, ISBN 3-89812-109-7

(Dr. Margarete Wein, 30. März 2003)

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Werner Freitag
Tel.: 0345 55-24292, Fax: 0345 55-27042
E-Mail:lattke@geschichte.uni-halle.de
 
  30.03.2003, Dr. Margarete Wein
 
     
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