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SCHÜLER WERDEN FORSCHER
Robert Bosch Stiftung fördert „Herausforderung Mensch“ / Projekttage ab 9.7.
 
Im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 haben mehr als zehn geisteswissenschaftliche Bereiche der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam das Projekt „Herausforderung Mensch“ auf die Beine gestellt. Dabei werden Schüler zu Forschern: Im kommenden Schuljahr realisieren sie mit Unterstützung von Wissenschaftlern eigene Forschungsprojekte. Die Themen erarbeiten sie vom 9. bis 11. Juli im Rahmen von Projekttagen. Die Robert Bosch Stiftung fördert „Herausforderung Mensch“ mit 116.000 Euro.

„Geisteswissenschaften und Schulen haben bislang eher wenig direkt miteinander kooperiert, bei den Naturwissenschaften ist eindeutig mehr gelaufen“, konstatiert Prof. Dr. Hartmut Wenzel, Schulpädagoge an der Martin-Luther-Universität (MLU). „Doch geisteswissenschaftliche Methoden und Forschung sollten stärker Eingang in Schulen finden. Wissen ist unser Rohstoff, das und wie es gewonnen wird, gilt es zu vermitteln.“ Daher gebe es nun das geisteswissenschaftliche geprägte Projekt „Herausforderung Mensch“, für Projektleiter Wenzel „sozusagen ‚Jugend forscht’ mal anders“.

Sieben Schulen aus Halle und der Region sind beteiligt, dazu mehr als zehn geisteswissenschaftliche Bereiche der MLU: Altertumswissenschaften, Archäologie, Erziehungswissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Sprechwissenschaft sowie die im Orientwissenschaftlichen Zentrum vertretenen Disziplinen. „In diesen Bereichen können die Schüler von Uni-Forschern betreut an wissenschaftlichen Fragestellungen arbeiten“, erläutert Hartmut Wenzel. „Sie werden dabei Exkursionen machen, Ausgrabungsarbeiten begleiten, in Bibliotheken recherchieren, kleine Untersuchungen durchführen und vieles mehr. Nebenbei lernen sie universitäres Leben kennen, was ihnen bei einer späteren Studienentscheidung sicher helfen kann.“

Für die Schüler ist die Teilnahme freiwillig. Zum Mitmachen eingeladen wurden vor allem Schüler, die im kommenden Schuljahr in der Abschlussklasse einer Sekundarschule oder in der elften Klasse der gymnasialen Oberstufe sein werden. „Ihre Leistungen erbringen sie in der Freizeit - sie werden ihnen aber in der Schule anerkannt, können sogar für das Abitur relevant werden“, erklärt Professor Wenzel.

Zum Schnuppertag Ende Februar kamen 300 Schüler. In einer Kolloquienreihe konnten sie sich anschließend über mögliche Themen für die Forschungsarbeiten informieren. Jetzt wird es Ernst: Vom 9. bis 11. Juli stehen Projekttage in den beteiligten Instituten der Universität auf dem Programm. Tage der Entscheidung, sagt Hartmut Wenzel: „Die Schüler müssen sich darüber klar werden, wie viel Zeit und Energie sie investieren wollen - und was genau sie machen möchten.“ Fünf Teilprojekte stecken den inhaltlichen Rahmen ab. Es geht um Möglichkeiten der Rhetorik und entsprechende Analysetechniken („Cicero Paroli bieten“), die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, interkulturelle Kompetenz, soziale Ungleichheit auf kommunaler Ebene und die Erschließung des halleschen Schallarchivs („Gefangener, vergessener und wiedergefundener Schall“).

Ihre Forschungsergebnisse können die Nachwuchswissenschaftler im Sommer 2008 auf einem Schülerkongress präsentieren. Ihre Nachfolger werden dann schon in den Startlöchern stehen: Es soll auf jeden Fall eine zweite Projektrunde geben.

Die beteiligten Schulen:
Giebichenstein-Gymnasium „Thomas Müntzer“ Halle
Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Halle
Sekundarschule „Weidenplan“ Halle
Georg-Cantor-Gymnasium
Christophorusschule Droyßig
GutsMuths Gymnasium Quedlinburg
Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte „Albert Klotz“ Halle

Weitere Informationen im Internet:
http://www.zsb.uni-halle.de/forschung/projekte/herausforderung-mensch/index.de.php

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hartmut Wenzel
Tel: 0345 55 23835
E-Mail: hartmut.wenzel@paedagogik.uni-halle.de

Jan Metzner
Tel: 0345 55 23836 oder 0178 6915009
E-Mail: metznerjan@yahoo.de

 
  Carsten Heckmann, 02.07.2007
 
     
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