Promotionsurkunden
und Graduierten-Stipendium

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität veranstaltet eine Feierstunde aus Anlass der Übergabe der Promotionsurkunden an 57 Doktorandinnen und Doktoranden. Sie findet am 19. Oktober 2000 um 16 Uhr (im Hörsaal der Uni-Klinik und Poliklinik für Gynäkologie, Magdeburger Straße 24) statt. Im Rahmen dieser festlichen Veranstaltung wird Dr. Ute Hehr, Institut für Humangenetik und Medizinische Biologie der Medizinischen Fakultät Halle, mit dem Graduierten-Stipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung 2000 ausgezeichnet, das sie in Anerkennung ihrer Forschungstätigkeit innerhalb des Projekts „Molekulare Genese familiärer orofazialer Spaltbildungen" erhält.

An der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind die komplexe medizinische Versorgung und wissenschaftliche Untersuchungen zur Entstehung und Vorbeugung von Gesichtsspalten seit mehr als 20 Jahren ein Forschungsschwerpunkt. Zur Bearbeitung dieser Fragestellung besteht eine langjährige erfolgreiche Kooperation zwischen der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie (Prof. Dr. Dr. Johannes Schubert) und dem Institut für Humangenetik und Medizinische Biologie (Prof. Dr. Dr. Ingo Hansmann) der Fakultät, die nun durch ein weiteres Forschungsvorhaben zur weiteren Aufklärung der Rolle genetischer Faktoren bei der Entstehung von Gesichtsspalten erweitert wird.

Fehlbildungen der Lippen-Kiefer-Gaumen-Region gehören zu den häufigsten Störungen der frühen Embryonalentwicklung des Menschen. Es wird angenommen, dass neben dem Einfluss exogener Faktoren auch genetische Veränderungen an der Entstehung beteiligt sind. Mit diesem neuen Forschungsvorhaben wollen die Arbeitsgruppen der beiden Einrichtungen unter Leitung von Ute Hehr und Johannes Schubert durch klinische und genetische Untersuchungen von Familien mit wiederholtem Auftreten von Gesichtsspalten neue Gene identifizieren, die zur Kontrolle der normalen und gestörten Gesichtsentwicklung des Menschen beitragen. Die zu erwartenden Befunde sollen auch eine Verbesserung der medikamentösen Prophylaxe unterstützen, die bereits heute betroffenen Familien in weiteren Schwangerschaften angeboten wird.

Ansprechpartnerin zum Novartis-Stipendium:
Dr. Ute Hehr (Tel.: 0941/5920651)
E-Mail: ute.hehr@medizin.uni-halle.de


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