Professor Hans-Hermann Hartwich Ehrendoktor der Universität

Im November wurde Professor Dr. Hans-Hermann Hartwich mit der Verleihung des „doctor honoris causa" geehrt. Die politische Wende – und damit die Umgestaltung der ostdeutschen Hochschulen – als Notwendigkeit begreifend, kam er schon Anfang 1991 nach Halle, wurde „Gründungsdekan" des neu aufzubauenden Fachbereichs Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften und engagierte sich als Politikwissenschaftler mit langjähriger Erfahrung in der Lehre und herausragenden Ergebnissen in der Forschung auch mit ganzer Kraft für die Gründung des Instituts für Politikwissenschaften. Am 1. April 1992 wurde Hans-Hermann Hartwich als Professor für Regierungslehre berufen und bereits am 12. November des gleichen Jahres zum Prorektor für Strukturreform, Entwicklungsplanung und Studienreform gewählt.
Sein Wirken – sowohl in diesem Amt als auch im Fach – hinterließ tiefe Spuren. Man begegnet ihnen im Universitätsalltag auf Schritt und Tritt. So beispielsweise im Zuschnitt neuer Fachbereiche oder in der großen Akzeptanz des Studienfachs Politikwissenschaft. Die Interdisziplinären Zentren der Universität – neun sind es inzwischen – gehen ebenfalls auf seine Initiative zurück, ebenso die alljährlichen wissenschaftlichen Disputationen zum Reformationstag in Wittenberg. Fünf Bücher über die Universität wurden von ihm verfaßt oder herausgegeben. Nicht zu vergessen die Organisation der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 300. Geburtstag des halleschen Teils der Universität im Jahre 1994. Das sind nur einige Beispiele seines nachhaltigen Wirkens hier. Einen ausführlichen würdigenden Beitrag finden Sie in der Dezember-Ausgabe der Universitätszeitung auf S. 3.

Monika Lindner, 1.12.1998


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