Das Hallische Oktett singt in Eisenach

Am Freitag, dem 28. September 2001, um 19.30 Uhr, gastiert das Hallische Oktett für orthodoxe Chormusik mit der Uraufführung wiederentdeckter "Gesänge bei dem Griechisch-Russischen Gottesdienste" als Benefiz-Konzert zur Erhaltung der Eisenacher Wandelhalle im Festsaal der Wartburg bei Eisenach.

Prof. Dr. Hermann Goltz (Halle), einer der Mitbegründer des Oktetts, gibt eine Einführung zur Geschichte dieser Musik; Prof. Dr. Karl-Wilhelm Niebuhr (Jena) leitet das Konzert.

Bei deutsch-russischen Forschungsarbeiten zur Weimarer Russisch-Orthodoxen Kirche wurde in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek eine handschriftliche Partitur mit Chorgesängen der russisch-orthodoxen Liturgie entdeckt, die der Großherzogin Maria Pavlovna zu ihrem 51. Geburtstag (1837) von einem Weimarer Musiker gewidmet wurden. Die Gesänge sind für vierstimmigen Männerchor komponiert und waren für den russischen Männerchor der Weimarer orthodoxen Kirche, die Maria Pavlovna regelmäßig besuchte, bestimmt.

Von der Großherzogin, einer Schwester des Zaren Alexander I., gingen wesentliche Impulse zur Restaurierung der Wartburg im 19. Jahrhundert aus; und so stellen Ort und Musik eine harmonische Einheit dar.

Das Hallische Oktett, vor 20 Jahren am Seminar für Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet, gab Konzerte im In- und Ausland u. a. in Russland, Sibirien, Italien, Jerusalem und sang viele Male bei orthodoxen Gottesdiensten in Deutschland. Wer die Sänger einmal singen hörte, wird sie immer wieder erleben wollen.

Karten für das Benefiz-Konzert am 28. September 2001 auf der Wartburg in Eisenach gibt es für 25 DM (ermäßigt 20 DM) an der Abendkasse.


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