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DEUTSCH-JAPANISCHES GRADUIERTENKOLLEG STARTET MIT FESTAKT UND SYMPOSIUM
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kooperiert mit Universität Tokio
 
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat an der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg (MLU) ein internationales Graduiertenkolleg eingerichtet. Das Projekt zum Thema „Formenwandel der Bürgergesellschaft. Japan und Deutschland im Vergleich“ wird zusammen mit der Universität Tokyo (Todai) durchgeführt und von der DFG und der Japanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (JSPS) unterstützt. Am 11. und 12. Oktober 2007 startet das Kolleg mit einem Festakt und einem Symposium an der MLU. Bereits am 8. Oktober finden mehrere öffentliche Vorträge statt.

„Im Juni haben wir uns sehr über die Förderzusagen gefreut, nun freuen wir uns, dass es losgeht“, sagt die Japanologin Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost, die zusammen mit dem Historiker Prof. Dr. Manfred Hettling Sprecherin des Kollegs auf deutscher Seite ist. Mit ihren Partnern in Tokio realisieren sie das bundesweit erste geisteswissenschaftliche Graduiertenkolleg, das die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan ins Zentrum stellt.

Der offizielle Startschuss fällt am Donnerstag, 11. Oktober 2007, wenn um 17 Uhr im Großen Saal des halleschen Stadthauses der Festakt zur Eröffnung des Kollegs beginnt. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Jürgen Kocka vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin zum Thema „Bürgertumsforschung und Zivilgesellschaftsstudien. Erfahrungen und Anregungen“. Erwartet werden zudem u.a. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität, Prof. Dr. Yoichi Kibata von der Universität Tokio und Botschaftssekretär Naoki Himiya von der Japanischen Botschaft in Berlin. .

Das Symposium am Folgetag im Hallischen Saal der Burse zur Tulpe (Universitätsplatz 5) wird die Themenfelder des Graduiertenkollegs aufzeigen. Neue soziale Bewegungen und neue Formen von Bürgerengagement stehen ebenso auf dem Programm wie die Themen „Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus“ und „Zivilgesellschaft und Religion“.

Das Internationale Graduiertenkolleg lädt bereits am Montag, 8. Oktober, zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung ein. Japanische und deutsche Wissenschaftler sprechen aus verschiedenen Perspektiven über „Kriegsverbrechen, Völkermord und Öffentlichkeit nach 1945“. Die Veranstaltung im Hallischen Saal der Burse zur Tulpe dauert von 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Informationen zum Graduiertenkolleg:
Auf deutscher Seite hat die DFG zehn Promotionsstipendien, eine Postdoktorandenstelle und umfangreiche Sachmittel bewilligt, insgesamt handelt es sich um ein Fördervolumen von rund 1,4 Millionen Euro. Die Förderung auf der japanischen Seite übernimmt das DFG-Pendant, die Japan Society for the Promotion of Sciences. Die Laufzeit beträgt zunächst viereinhalb Jahre.

An der Martin-Luther-Universität sind die Fächer Geschichte, Japanologie, Politikwissenschaften und Theologie am Projekt beteiligt. Das Kolleg geht der Leitfrage nach, wie sich unterschiedliche bzw. analoge Strukturen und Handlungsmuster von Bürgergesellschaft in Deutschland und Japan heraus­gebildet haben. „In beiden Gesellschaften erlebt die Bürgergesellschaft einen Aufschwung, es gibt viele vergleichbare Entwicklungen“, konstatiert Gesine Foljanty-Jost. Natürlich gebe es kulturell geprägte Unterschiede, die für die Forschung besonders interessant seien.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.igk-buergergesellschaft.uni-halle.de
http://www.magazine-deutschland.de/magazin/J-Studium_4-07.php

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost
Seminar für Japanalogie
Tel.: 0345 55 24330
E-Mail: gesine.foljanty-jost@japanologie.uni-halle.de

Prof. Dr. Manfred Hettling
Institut für Geschichte
Tel.: 0345 55 24270 oder 55 24294 (Sekretariat)
E-Mail: manfred.hettling@geschichte.uni-halle.de

 
  Carsten Heckmann, 04.10.2007
 
     
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