Neuer Sonderforschungsbereich
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Zum 1. Januar 2002 wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft 13 neue Sonderforschungs-
bereiche (SFB) unter anderem je einen an der Martin-Luther-Universität und an der Leipziger Universität, einrichten.
Der Sonderforschungsbereich "Herzversagen im Alter: Zelluläre Mechanismen und therapeutische Einflussnahme", mit seinem Sprecher Prof. Dr. Gerrit Isenberg, (Medizinische Fakultät, Julius-Bernstein-Institut für Physiologie) ist an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der SFB "Protein-Zustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz" an der Universität Leipzig angesiedelt.
An letzterem sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Biochemie/Biotechnologie der Martin-Luther-Universität maßgeblich beteiligt. Außerdem beschloss der zuständige DFG-Bewilligungsausschuss, die Laufzeit des
SFB 363 "Molekulare Zellbiologie pflanzlicher Systeme" am Fachbereich Biologie der halleschen Universität, um weitere 3 Jahre zu verlängern. Somit wird die DFG ab Januar 2002 insgesamt 278 Sonderforschungsbereiche an 60 Hochschulen fördern.

Sonderforschungsbereiche bündeln die Forschungsaktivitäten benachbarter Institute auf eine gemeinsame Fragestellung. Sie ermöglichen bei zeitlicher Begrenzung - in der Regel zwölf Jahre - und regelmäßiger strenger Begutachtung die Durchführung aufwändiger Forschungsvorhaben an den Hochschulen. Die beteiligten Wissenschaftler können mit außeruniversitären Forschungs-
einrichtungen und auch mit der Wirtschaft kooperieren. Die Vielzahl der Initiativen für die Ein-
richtung von Sonderforschungsbereichen führt dazu, dass der Wettbewerb unter den Antrag-
stellern nach wie vor sehr groß ist.

Der Sonderforschungsbereich"Herzversagen im Alter: Zelluläre Mechanismen und therapeutische Einflussnahme" an der Martin-Luther-Universität befasst sich mit den Ursachen der alterstypischen kardialen Veränderungen. Wissenschaftler aus 13 theo-
retischen und klinischen Instituten suchen nach den Ursachen, die das Herz altern lassen und in die Insuffizienz führen. Dabei sollen geeignete Möglichkeiten gefunden werden, um die Fehlfunktion des gealterten Herzens zu reduzieren und therapeutisch notwendige Eingriffe am Herzen altersspezifisch zu optimieren.

Mit der Einrichtung des neuen SFB ist die hallesche Alma Mater zugleich Sprecherhochschule von vier Sonderforschungsbereichen. Ebenso sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
an 9 Sonderforschungsbereichen beteiligt.

(Prorektorat für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs/
Prof. Dr. Gerrit Isenberg, 11. Dezember 2001)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerrit Isenberg
Tel.: (0345) 55 713 89
Fax: (0345) 55 740 19
E-Mail: gerrit.isenberg.medizin.uni-halle.de


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