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GENMANIPULATION IM PFLANZENREICH
Ausstellung „Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen“
 
Am Samstag, dem 26. Juni 2004, wird um 10.00 Uhr im Botanischen Garten der Martin-Luther-Universität, Am Kirchtor 1, die Ausstellung „Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen“ eröffnet. Sie wird bis zum 11. Juli 2004 wochentags von 14 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr zu sehen sein.

Die von Gegnern und Befürwortern der angewandten Gentechnik gleichermaßen intensiv geführte öffentliche Diskussion über transgene Kulturpflanzen motivierte die WissenschaftlerInnen der MLU, sich genauer mit diesem neuen „Typ“ von Pflanzen zu befassen. Zeitlich begrenzt und unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen möchten sie nun der Öffentlichkeit diese Pflanzen zeigen und Basisinformationen dazu liefern. Ziel der Exposition ist es, die BesucherInnen anregen, sich anhand der Pflanzen selbst eingehender mit dem Problem zu beschäftigen.

Die folgenden gentechnisch veränderten Kulturpflanzen (GVK) werden gezeigt: Mais (2 Linien), Soja, Kartoffel (3 Linien), Petunie, Erbse, Zuckerrübe und Pappel.

Großformatige Poster ergänzen die Exposition und bieten viel Wissenswertes über die Entwicklung des GVK-Anbaus weltweit.

Im Zentrum stehen die Kulturpflanze, die Botanik und die Gentechnik. Wirtschaftliche, ethische und ideologische Gesichtspunkte bleiben weitgehend unberücksichtigt. Die Ziele bei der Herstellung der transgenen Pflanzen werden thematisiert; einige der damit verbundenen Probleme kurz diskutiert.

Nach der Ausstellung werden die Pflanzen an die Spender zurückgegeben oder vernichtet. Übrig bleiben werden im Botanischen Garten - der seit einer Gründung im Jahr 1698 Pflanzen (überwiegend Wildpflanzen, aber immer auch Nutz- und Kulturpflanzen) ausstellt - die Informationsposter und die Hoffnung, dass viele Menschen eine Anregung zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Pflanzen erhalten haben.

Hintergrund:

Nachdem Jahrhunderte lang nahezu alle Kulturpflanzen ausschließlich der Züchtung und Selektion durch Menschen unterworfen waren (mittels verschiedener Methoden wie Kreuzung, Behandlung mit Röntgenstrahlen und chemischen Substanzen zwecks Ertragssteigerung oder Ausprägung bestimmter Merkmale), „entstand“ im Jahr 1981 durch die Übertragung eines bakteriellen Gens erstmals in Tabakpflanzen ein neuer Pflanzen-„Typ“. In Deutschland wurden 1990 zum ersten Mal transgene Pflanzen im Freiland kultiviert: die auch hier ausgestellte lachsrote Petunie. In der Europäischen Union wurden seit 1990 über 16 300 transgene Organismen freigesetzt (vgl. http://www.transgen.de)

Die Ausstellung „Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen“ im Botanischen Garten enthält nur solche transgene Pflanzen, die in Deutschland schon einmal im Freiland kultiviert worden sind. Sie wurden im Gewächshaus angezogen und zeigen unter Umständen einen Wuchs, der von dem im Freiland abweicht - allerdings nicht zwangsläufig infolge der gentechnischen Veränderung, sondern auch durch die klimatischen Bedingungen im Gewächshaus bedingt. Alle Pflanzenlinien wurden durch das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) und angeschlossenen Gremien einer Prüfung unterzogen und für Freilandversuche freigegeben.

Nähere Informationen:

Dr. Matthias H. Hoffmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Geobotanik und Botanischer Garten
Telefon: 0345 55-26229
Fax: 0345 55-27096
E-Mail: hoffmann@botanik.uni-halle.de

Botanischer Garten Halle:
http://www.biologie.uni-halle.de/bot/boga/index.html

 
  Dr. Margarete Wein, 24.06.2004
 
     
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