Hallesche Initiative:
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| Das Hauptgebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | ![]() |
Initiiert und koordiniert wurde bzw. wird das EU-Projekt von der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Vom 14. bis 16.
April 2000 wurde mit Unterstützung der Stadt Halle und des British
Council eine internationale Tagung mit dem zum Thema "Academic
Heritage and Universities – Responsibility and Public Access"
durchgeführt, aus der schließlich die "Declaration
of Halle", eine programmatische Aktions-Plattform für
den EU-Antrag, hervorging. Die Erklärung legte den Grundstein für
eine Zusammenarbeit von bisher einem Dutzend Universitäten von internationalem
Renommee:
· Universiteit van Amsterdam (NL)
· Humboldt Universität
Berlin
· Università di Bologna (IT)
· University of
Cambridge (UK)
· Rijksuniversiteit Groningen (NL)
· Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
· Universität Leipzig
· Museum of the
Royal College of Surgeons of England, London (UK)
· University of
Oxford (UK)
· Università di Pavia (IT)
· Uppsala Universitet
(S)
· Universiteit Utrecht (NL)
Auf europäischer Ebene
wurde das Projekt als so bedeutend eingestuft, dass es seit Januar 2001
im Rahmen des Kultur-2000-Programms der Europäischen Union für
die Dauer eines Jahres umfassend gefördert wird.
![]() | Wandgemälde von Gustav Adolph Spangenberg (1882/83) im Hauptgebäude der Martin-Luther-Universität |
III. Drei Pilotprojekte innerhalb eines EU-Projektes
Das Vorhaben selbst umfasst drei Schwerpunkte: die Vernetzung der
Sammlungen durch eine europäische Datenbank, die Ausrichtung von herkömmlichen
Ausstellungen, der Aufbau einer virtuellen Galerie.
1.
"Europäische Datenbank der akademischen Sammlungen und Museen"
Die einzelnen Sammlungen und Untersammlungen der Projektpartner sollen
erstmals in standardisierter Form im Rahmen einer zentralen europäischen
Datenbank erfasst werden. Hierbei wird in Anlehnung an den AAT ("Arts
and Architecture Thesaurus") eine gemeinsame Terminologie für
die medizinischen Sammlungen – auf die das Pilotprojekt vorerst begrenzt
ist – entwickelt. Die Datenbank soll über das Internet bzw. eine eigene
Projekt-Homepage zugänglich sein.
2. "Monat
des europäischen Universitätsmuseums" (November 2001)
Im Herbst 2001 werden die Projektpartner anlässlich des "Monats
des europäischen Universitätsmuseums" vielfältige Ausstellungen
zum Thema "Wissensverbreitung in Europa" eröffnen. Um
die jahrhundertealten Verbindungen zwischen Universitäten in Europa
– sei es durch berühmte Persönlichkeiten oder bedeutende Ideen
– und deren Bedeutung zum Verständnis europäischer Identität
zu verdeutlichen, werden die ausstellenden Universitäten nicht nur
ausgewählte Exponate aus ihren eigenen "Schätzen",
sondern auch aus denjenigen der Partner ausstellen. Ein gemeinsamer Katalog
sowie eine ergänzende Posterausstellung sollen das gesamtkünstlerische
Konzept, aber auch das europäische Netzwerk selber vorstellen.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird eine Sonderaustellung
über den renommierten halleschen Gelehrten und Weltreisenden Johann
Reinhold Forster (1729–1798) ausrichten; diese soll die weitreichenden
historischen Verbindungen der halleschen Alma Mater zu den Projektpartnern
in Großbritannien, Schweden und Holland aufzeigen.
3.
"Virtuelle Galerie"
In Vernetzung mit den beiden vorgenannten
Pilotprojekten soll ein Konzept für die virtuelle Darstellung ausgewählter
Exponate und Themen im Internet erarbeitet werden. So könnte die Galerie
beispielsweise eine besonders gelungene Projekt-Ausstellung mitsamt Posterpräsentation
enthalten; oder, alternativ, einige ausgewählte Spitzen-Exponate und
eine Verknüpfung zu bereits bestehenden virtuellen Museumsrundgängen
einzelner Projektpartner. Darüber hinaus soll die Virtuelle Galerie
als elektronische Visitenkarte des Projektes fungieren, indem sie
nicht nur Zugänge zu den Sammlungen europaweit schafft, sondern auch
direkt für die einzelnen Standorte wirbt.
| Magribinisches Astrolabium (arabisch-islamische Arbeit aus dem 13. Jahrhundert) in der Bibliothek der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft in Halle an der Saale | ![]() |
IV. Das EU-Projekt at Work
Ganz im Sinne der europäischen Netzwerk-Idee wird ein erheblicher
Teil der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit unmittelbar über
das Internet abgewickelt. Die Projekt-Homepage http://www.universeum.de
sowie eine eigene Diskussions-"Mailinglist" bieten eine schnelle
und effiziente Kommunikationsplattform, die rege genutzt wird. Darüber
hinaus finden während des gesamten Projektjahres europaweit Arbeitstreffen
oder Konferenzen statt, in denen wahlweise einzelne Netzwerkpartner
oder aber sämtliche am Projekt beteiligten Arbeitsgruppen zusammenkommen.
Die bedeutendsten Zusammenkünfte: das Gründungstreffen
in Halle (April 2000), die EU-Projekttreffen in Berlin (Februar
2001), London (April 2001) und Amsterdam (Juli 2001); die Abschlusskonferenz
in Utrecht (November 2001). Das Utrechter Treffen wird der Öffentlichkeit
die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des EU-Projektes vorstellen.
V. Perspektiven und weitere Förderansätze für das Netzwerk
Die Projektpartner stimmten bereits auf dem Berliner Treffen im Februar 2001 darin überein, dass das Netzwerk "Academic Heritage and Universities – Responsibility and Public Access" nicht nur vertieft fortgesetzt, sondern auch durch Partner aus Frankreich und Osteuropa erweitert werden soll.
(Prof. Dr. Thomas Bremer / Patrice Wegener / Dr. Margarete Wein, 25. Juli 2001)Nähere Auskünfte:
Prof. Dr. Thomas Bremer, Prorektor
für Studium und Lehre (ab 20.08.01)
Tel.: 0345 / 552 14 90, Fax: 0345
/ 552 72 31
E-Mail: bremer@rektorat.uni-halle.de
Patrice Wegener,
EU-Referent
Tel.: 0345 / 552 13 83, Fax: 0345 / 552 70 79
E-Mail: p.wegener@verwaltung.uni-halle.de
Dr. Ralf-Torsten Speler, Leiter der Zentralen Kustodie und des Universitätsarchivs
Tel.: 0345 / 552 17 32, Fax: 0345 / 552 71 62
E-Mail: r.-t.speler@kustodie.uni-halle.de