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Internationales Symposium
DER MENSCH AN SEINEM ANFANG UND AN SEINEM ENDE
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum und Fernost diskutieren über rechtliche, ethische und medizinische Fragen
 
"Globalisierung der Biopolitik, des Biorechts und der Bioethik - Das Leben an seinem Anfang und seinem Ende“ lautet das Thema des deutsch-koreanisch-japanischen Symposiums über aktuelle Fragen der Biopolitik, des Biorechts und der Bioethik, das vom 31. März bis 3. April 2005 in Halle (Saale) stattfindet.

Eingeladen dazu haben das Interdisziplinäre Zentrum „Medizin - Ethik - Recht“ (MER) und die Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Rechtswissenschaftler werden mit Medizinern, Ethikern und Theologen über neueste Entwicklungen innerhalb dieses Wissenschaftszweiges diskutieren. Für die Symposiumsleitung zeichnen die Medizinrechtler Prof. Dr. Hans Lilie (Uni Halle), Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber (Göttingen) sowie Prof. Dr. Un Jong Pak (Seoul) und Prof. Dr. Makoto Tadaki (Tokio) verantwortlich. Im Mittelpunkt des Festvortrages "Medizin, Ethik, Recht - Legalität und Legitimität ärztlichen Handelns", von Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe (Präsident der Bundesärztekammer) zur Eröffnung am 31. März 2005, 16.00 Uhr, in der Aula im Hauptgebäude auf dem Universitätsplatz, steht das enge Wechselverhältnis von Theorie und Praxis.
Die Konferenzsprache ist Deutsch, Japanisch und Koreanisch. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an den Vortragsveranstaltungen und Diskussionen im Hauptgebäude teilzunehmen.

Im Rahmen von vier thematischen Blöcken werden grundlegende Fragen zum Beginn des Menschseins, zur Forschung und Therapie mit Embryonen und Stammzellen, zur Zulässigkeit der Optimierung von Mensch und Embryo und zum Menschen an seinem Lebensende behandelt.
Dem Lebenszyklus folgend, widmen sich die Referenten im ersten Teil des Symposiums in ihren Vorträgen dem menschlichen Embryo. Beleuchtet und analysiert werden unter anderem der moralische Status des menschlichen Embryos in vitro und in utero sowie der rechtlichen Status des frühen Embryos. Eingegangen wird auch auf die Auswirkungen der neuen Hirnforschung und auf die rechtliche Verantwortlichkeit des Menschen und namhafte Wissenschaftler aus dem fernöstlichen Raum stellen asiatische Modelle der Ethik zur Forschung an Stammzellen sowie Biorecht und Ethik in der islamischen Welt vor.
Der Frage der Präimplantationstechnik nähern sich zwei weitere Darstellungen aus unterschiedlichen Richtungen. Im südkoreanischen Vortrag wird erklärt, ob sich die Medizin mit dieser Methode auf dem Weg zum sogenannten „Designerbaby“ befindet, während im österreichischen Beitrag Spätabtreibungen bei schweren Behinderungen im Brennpunkt stehen.
Der letzte Teil des Symposiums widmet sich dem „Menschen an seinem Ende“. Mit der Frage „Wann ist der Mensch tot?“ beginnt die Debatte um den Hirntod. Unter anderem geht es um die Rechtslage zur Sterbehilfe in Japan, Korea und Deutschland. Die brisanten Themen Zulässigkeit und Notwendigkeit der aktiven Sterbehilfe, die aktuelle Rechtslage zu Patientenverfügungen in Deutschland und Reformtendenzen werden ebenso angesprochen wie die Problematik der Palliativmedizin als neues Behandlungsparadigma.

Das Gesamtprogramm des Symposiums ist im Internet unter
http://lilie.jura.uni-halle.de/aktuelles/ aufgeführt.

Ein Hinweis in eigener Sache:
Ab dem Sommersemester 2005 bietet das MER den Interdisziplinären Aufbaustudiengang "Medizin - Ethik - Recht" an.
Ausführliche Erläuterungen unter
http://wcms.uzi.uni-halle.de/test.php?id=813


(Prof. Dr. Hans Lilie, Ingrid Godenrath, 24. März 2005)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans Lilie
Tel. : 0345 55-23111
E-Mail: lilie@jura.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 24.03.2005
 
     
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