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  Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen
 
 
ENTOMOLOGENTAGUNG 2003 IN HALLE
Vielfalt im Reich der Insekten
  19.03.2003
 

Die Deutsche Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (Insektenkunde) hat Halle für ihre Vortragstagung 2003 zum Kongressort gewählt. Aller zwei Jahre veranstaltet die Gesellschaft (DGaaE) eine Fachtagung, die in unterschiedlichen Städten ausgerichtet wird. Zuletzt fanden Entomologentagungen in Basel (1999) und 2001 in Düsseldorf  statt.
In der Zeit vom 24. bis 28. März 2003 werden an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mehr als 350 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Mit fast 300 wissenschaftlichen Beiträgen tragen sie zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die Tagung kam nach dem Festjahr zum 500-jährigen Jubiläum der Universität zum nächstmöglichen Zeitpunkt nach Halle. 15 Hauptvorträge werden von internationalen Spitzenforschern gehalten, die aus Europa, den USA und Australien anreisen. Darüber hinaus haben auch Gäste aus Armenien, Kroatien, Russland, Sudan und der Türkei ihre Teilnahme zugesagt. Des weiteren sind Koautoren aus Estland, Finnland, der Mongolei und Schweden angemeldet. 127 Kurzvorträge und 137 Posterpräsentationen sind insgesamt in 14 Sektionen unterteilt und repräsentieren die Forschungsresultate von Entomologen aus fast 20 Ländern.

Eröffnet wird die Entomologentagung am Dienstag, dem 25. März, um 9 Uhr im Auditorium Maximum (Universitätsplatz). Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der DGaaE, Prof. Dr. Konrad Dettner (Bayreuth), dem Grußwort des Rektors, Prof. Dr. Wilfried Grecksch und einem Vortrag von Prof. Dr. Gerald Moritz (Halle) über die Geschichte der Entomologie am Institut für Zoologie der halleschen Universität werden Ehrungen (Medaillenverleihungen) der DGaaE vorgenommen. Es folgt noch ein Referat zu dem Thema „Deutschlands Insektenfauna – eine Schatzkammer der Biodiversität", das Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer (Dresden) halten wird.
Zu den namhaften Persönlichkeiten, die an der Tagung teilnehmen, gehören außerdem Prof. Dr. Holger Heinrich Dathe (Berlin) sowie Prof. Dr. Horst Aspöck (Wien) als Mitglied der Leopoldina. Hervorzuheben unter den Referenten der Plenarvorträge wären vor allem Prof. Dr. Nigel Stork (Cairns Qld, Australia), Prof. Dr. Diane E. Ullman, (Davis, California, USA) und Dr. Donald Quicke (Ascot, Berks, Großbritannien).

Der Vorstand der DGaaE lädt interessierte Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen am Mittwoch, dem 26. März, 10.00 Uhr zu einer Pressekonferenz in den Sitzungsraum des Melanchthonianums ein.
Das detaillierte Programm zur Tagung ist bei Interesse unter http://www.entomologentagung2003.uni-halle.de abrufbar.
Die Tagungsleitung und Organisation vor Ort übernahm als Gastgeber das Institut für Zoologie der Martin-Luther-Universität (Prof. Dr. Gerald Moritz).

Informationen zur Tagung
Das Ziel der Tagung ist es, die Forschung und Praxis beruflich sowie aus Berufung tätiger Entomologen zu vereinen und damit die Erforschung  und Lösung entomologischer Probleme und Teildisziplinen spezifisch und global zu fördern.
Insekten verfügen über hervorragende Überlebensstrategien und eine unvorstellbar große Arten- und Individuenzahl. Allein diese Tatsache zeigt, wie wichtig ein breiter wissenschaftlicher Austausch über die Thematik ist. Denkt man nur an den Bereich der Schädlinge im Gemüse-, Zierpflanzen- und Agraranbau sowie an Vorratsschädlinge. Unter anderem sei an stechende Insekten, wie Mücken oder Zecken, erinnert, die verheerende Krankheiten übertragen können. Es geht aber auch um den Schutz des Waldes (vor Insektenfraß) oder um ökologische Risiken, die wiederum von exotischen Antagonisten und transgenen Pflanzen ausgehen könnten. Insekten übertragen Viren, Bakterien und Pilze, aber auch Pollen, wodurch sie als Bestäuber landschaftsökologisch die wichtigste Arbeit leisten. Ihre Erhaltung und gleichermaßen ihre gezielte Bekämpfung sind wichtige Anliegen, schließlich sichern Insekten einerseits einen Teil unserer Nahrungsquellen und stellen andererseits die größten Konkurrenten dar.
Im Rahmen des Workshops „Fossile Insekten im Bernstein" finden zusätzlich acht Vorträge statt. Weiterhin gibt es Film- und DVD-Vorführungen, wobei insbesondere auf das Hamburger „HAM-CAM-Projekt" (Prof. Dr. Ulrich Zunke, Universität Hamburg) hingewiesen werden soll, das die Biologie und Bekämpfungsansätze der sich in starker Ausbreitung befindlichen Rosskastanien-Miniermotte und deren Folgen innerhalb städtischer Parkanlagen zeigen wird. In diesem Zusammenhang wird auch der Abendvortrag zum Thema „Stechmückenbekämpfung" von Herrn Dr. Norbert Becker (Waldsee) ein breites Interesse finden. 

Die aufgrund der Vielfalt im Insektenreich vorhandene Themenfülle der Tagung findet in vierzehn Sektionen Ausdruck:

Insekt–Pflanze–Interaktionen
Morphologische und molekulare Systematik und Diagnostik
Biodiversität und Biogeographie
Naturschutz- und Landschaftsökologie
Verhalten, Kommunikation und chemische Ökologie
Mikroorganismen, Symbionten und transgene Insekten
Parasitoide
Wasserinsekten
Forstinsekten
Entomologie im Pflanzen- und Vorratsschutz
Ökologische Risiken von transgenen Pflanzen und exotischen Antagonisten
Fossile Insekten
Physiologie und Biochemie
Freie Themen

Um nur einige Vortragsthemen anzudeuten: Ein besonders interessanter Beitrag in der letztgenannten Sektion „Freie Themen" widmet sich den Prinzipien der forensischen Entomologie. Insekten bilden dabei aufgrund ihrer gesetzmäßigen Erscheinungsweise auf menschlichen Leichen Zeugen im Rahmen kriminaltechnischer Untersuchungen.
Von Interesse dürften auch die PC-gestützten Verfahren zur Datenerfassung und -verwaltung sowie zur Online-Gestaltung virtueller musealer Sammlungen sein.
Spannung verspricht unter anderem ein Vortrag in der Sektion „Verhalten, Kommunikation und chemische Ökologie". Hier geht es um Pflanzen, die beim Befall mit blattfressenden Insekten räuberische Insekten um Hilfe rufen, indem sie chemische Substanzen abgeben, sogenannte „Chemische Hilferufe".
Ein anderer Vortrag nimmt das Spektrum der Floharten in Berlin unter die Lupe, ihre jahreszeitliche Rhythmik, Befallsursachen usw.

Informationen für die Presse
Neben den bereits erwähnten Anliegen und Inhalten der Tagung interessieren vor allem öffentliche Vorträge. Nach Absprache mit dem Vorstand können die Plenarvorträge aufgrund des limitierten Platzangebots in den einzelnen Hörsälen im begrenzten Umfang öffentlich besucht werden.

Sie erhalten weitere Informationen bei:
Prof. Dr. Gerald Moritz
Tel.: 0345/55 26430
E-Mail: moritz@zoologie.uni-halle.de
PD Dr. G. Tschuch
Tel.: 0345/55 26460
E-Mail: tschuch@zoologie.uni-halle.de
Universität Halle, Institut für Zoologie
Domplatz 4, 06099 Halle

 
  19.03.2003, Ute Olbertz
 
     
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