Die Brille „weglasern"

LASIK-Workshop an der Augenklinik

Halle an der Saale wird wieder einmal zum Ort der Begegnung und des Erfahrungsaustausches für Augenärzte und Ophthalmologen aus dem gesamten Bundesgebiet. Am 9. und 10. Juni 2001 veranstaltet die Universitäts-Augenklinik einen großen LASIK-Workshop. Namhafte refraktive Chirurgen treffen sich in der Saalestadt, um aktuelle Möglichkeiten zu diskutieren, wie durch Lasereingriffe die Brille ersetzt werden kann.

Fünf Operateure, darunter der Chef der halleschen Augenklinik, Prof. Dr. Gernot Duncker, werden live LASIK-Operationen zeigen. Außerdem ist ein umfangreiches Vortragsprogramm geplant. Die Tagung beginnt am Sonnabend (9. Juni) um 8.15 Uhr in den Räumen der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie, Magdeburger Straße 24. Es haben sich etwa 200 Augenärzte aus dem deutschsprachigen Raum angemeldet, um mit den Operateuren und Referenten die Laser-Möglichkeiten zu diskutieren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit, die Laser der neuesten Generation zu testen und unter Laborbedingungen selbst LASIK-Operationen durchzuführen. Im Rahmen der Veranstaltung geht es auch darum, Grenzen dieser Methoden aufzuzeigen.

Gegenwärtig werden Kurzsichtigkeit bis –10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis maximal 5 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis 3 Dioptrien routinemäßig mit der LASIK-Methode operiert. Insbesondere die aberrometriegesteuerte LASIK, eine neue Möglichkeit die Brechungsfehler des gesamten Auges zu korrigieren, steht in mehreren Beiträgen im Mittelpunkt. Es soll vor allem geklärt werden, inwieweit die Sehschärfe selbst durch derartige LASIK-Operationen über das sonst übliche Maß hinaus gesteigert werden kann. Daneben geht es um Qualitätsstandards der LASIK, die bestmögliche Organisation von LASIK-Zentren und um die Möglichkeiten der Korrektur von Kurzsichtigkeiten, die den Behandlungsbereich der LASIK überschreiten. In diesem Zusammenhang werden auch Ergebnisse der Implantation von Kontaktlinsen in das Auge besprochen.

In den USA beträgt pro Jahr die Zahl der LASIK-Eingriffe über eine Million. Auch in Deutschland gehören solche Operationen zu den häufigsten refraktiven Eingriffen. Fachexperten gehen davon aus, dass derzeit etwa 30 000 LASIK-Operationen jährlich in der Bundesrepublik durchgeführt werden. Das Ziel des Workshops ist es, die Qualitätsstandards dieser Operationen zu definieren, um den Patienten größtmögliche Sicherheiten zu geben.

Pressegespräch
Am Freitag, 8. Juni 2001, um 10 Uhr sind interessierte Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen herzlich zu einem Pressegespräch in das Büro des Direktors der halleschen Universitäts-Augenklinik, Prof. Dr. Gernot Duncker, eingeladen (Magdeburger Straße 8, Erdgeschoss).

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gernot Duncker, Direktor der Universitäts-Augenklinik Halle
Tel.: 0345/ 5571878/4173,
E-Mail: gernot.duncker@medizin.uni-halle.de

(31. Mai 2001)

  Zurück zum Index