Gründungstreffen des Europäischen Netzwerkes
"Kulturerbe der Universitäten - Verantwortung und Öffentlichkeit" erfolgreich beendet.

'Deklaration von Halle' verabschiedet und Kooperation vereinbart

Erstes gemeinsames Projekt:
Ausstellung mit Exponaten aus den Sammlungen verschiedener Universitäten wird auf eine Botschafterreise durch Europa geschickt

Das Gründungstreffen, an dem neben der Martin-Luther-Universität Vertreter aus Oxford, Cambridge, London, Bologna, Utrecht, Upsala aus Berlin (Humboldt) und Leipzig teilnahmen, hat eine Deklaration zur Verantwortung der europäischen Universitäten für das akademische Kulturerbe verabschiedet und Kooperationen vereinbart: So soll unter anderem ein gemeinsamer Förderantrag bei der Europäischen Gemeinschaft gestellt werden und innerhalb eines Netzwerkes auf Dauer Erfahrungen und Informationen ausgetauscht werden.

Die Deklaration rückt eine weitergefasste kulturelle Rolle der ältesten europäischen Universitäten in das Blickfeld und leitet daraus die Verpflichtung für diese Einrichtungen ab, die unschätzbaren und unersetzlichen Werte der wissenschaftlichen Sammlungen, als europäisches Erbe zu sehen, zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Sammlungen sind, das drückten die Teilnehmer des Treffens in diesem Text übereinstimmend aus, als eine stärker zu nutzende Möglichkeit zu betrachten, die Bedeutung der Universitäten innerhalb der Diskussion um die kulturelle Identität und der Bedeutung von Wissenschaft in der Öffentlichkeit sichtbar werden zu lassen.

Die Kooperation, an der teilzunehmen, auch andere europäische Universitäten aus Ost und West aufgerufen sind, umfasst zunächst folgende Absichten:

  • Sammlungs- und universitätsübergreifende Katalogisierung, um den Zugang und die Nutzung für Studenten, Wissenschaftler und die Öffentlichkeit zu verbessern

  • Nicht zuletzt um Öffentlichkeit herzustellen: Eine gemeinsame Ausstellung auf die Reise durch Europa zu bringen

  • Austausch und Ausleihe von Sammlungsstücken zu Zwecken von Forschung und Lehre

  • Die Möglichkeiten eines virtuellen Universitätsmuseums zu untersuchen und umzusetzen

  • Den Austausch zu allen Fragen und Problemen der Sammlungen z.B. durch Symposien zu fördern.

Weitere Projekte von gegenseitigem Interesse sollen ausgearbeitet werden. Beabsichtigt ist, sich mit diesem attraktiven Projekt um Mittel aus dem EU-Programm "Culture 2000" zu bewerben.

Das Netzwerk-Treffen wird unterstützt durch: Stadt Halle, Vereinigung der Freunde und Förderer der Universität Halle und British Council Leipzig.

(Prof. Dr. Thomas Bremer, Dr. Gerhard WŁnscher, 20. April 2000)

Informationen:
Prof. Dr. Thomas Bremer
Tel. (0345) 55 214 90
Fax: (0345)55 272 31
e-mail: bremer@rektorat.uni-halle.de

Patrice Wegener
Tel.: (0345) 55 213 83
Fax: (0345) 55 270 79
e-mail: p.wegener@verwaltung.uni-halle.de

Internetadresse: http://www.verwaltung.uni-halle.de/UM/Museum.htm


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