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Internationale Konferenz
"Change Agents in Early Childhood Education and Care“
Oder: Die Welt der Bildung in früher Kindheit verändern!
 
Wenn in Deutschland über Kindergärten geredet wird, dann geht es zumeist um Versorgungsquoten, Betreuungszeiten und Rechtsansprüche. Die Diskussion unter WissenschaftlerInnen, Fachleuten und Politikern aber konzentriert sich seit einiger Zeit auf die Frage, wie Bildungsprozesse in früher Kindheit verlaufen, wie diese angeregt und unterstützt werden können und wie Kindertagesstätten sich verändern müssen, damit diese zu Orten früher Bildung werden können, von Bildungsprozessen die im wahrsten Sinne elementar für alles weitere Lernen sind.

Zwar haben jetzt nahezu alle Bundesländer - wie auch Sachsen-Anhalt mit dem Bildungspro-gramm "bildung:elementar“ - Pläne und Curricula in den Kindertagesstätten eingeführt. Dies ist aber nur ein erster Anfang. Bei den Reformprozessen, die überall in der Welt zur Zeit in den Institutionen der frühen Bildung durchgeführt werden, geht es um eine höhere Qualifikation der Erzieherinnen, um die Etablierung des Bereichs an den Hochschulen und Universitäten und um Grundlagenforschung und wissenschaftlich begleitete Praxisentwicklung. In vielen Ländern gehört dies längst zur Normalität. In Deutschland besteht ein enormer Nachholbedarf.

Diese Problematik ist Grundlage einer internationalen Tagung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter dem Thema "Change Agents in Early Education and Care" vom 19. bis 20. April 2005. Ausrichter ist der Fachbereich Erziehungswissenschaften, für die wissenschaftliche Leitung zeichnen Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg und Dr. Mathias Urban verantwortlich.

Zu allen Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit eingeladen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Es wird simultan übersetzt.

Die Auftaktveranstaltung beginnt am 19. April 2004, 18.00 Uhr in der Aula des Hauptgebäudes auf dem Universitätsplatz in Halle (Saale) in Anwesenheit des Rektors Prof. Dr. Wilfried Grecksch, des Kultusministers Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und des Ministers für Gesundheit und Soziales Gerry Kley des Landes Sachsen-Anhalt. Den Eröffnungsvortrag "Early Education and Care - International Context and German Perspectives" (Bildung, Erziehung und Betreuung - internationaler Vergleich und deutsche Perspektiven) hält Prof. Dr. Collette Tayler. Die Wissenschaftlerin ist Direktorin des weltweit größten Institutes für Kleinkinderziehung an der Universität von Brisbane, Australien, und Mitverfasserin der internationalen OECD-Vergleichsstudie "Starting strong" - sozusagen der "PISA"- Studie für den Kindergarten.

Am zweiten Konferenztag, am 20.April 2005, 10.00 Uhr, wird Minister Olbertz im Deutschen Saal der Franckeschen Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, zu „Menschenbildung - Metapher der Humanitas und Initialthema einer wissenschaftlichen Pädagogik“ das Wort ergreifen. Es folgt Prof. Dr. Peter Moss, University of London, einer der führenden Experten in Europa im Bereich der Reform der Kleinkinderziehung und Verfasser des Berichtes über Deutschland in der der o.g. OECD-Studie. Unter dem Titel „Children and Society in the 21st Century - Towards a European Perspective on Services for Young Children“ (Auf dem Weg zu einem gemeinsamen europäischen Verständnis von öffentlicher Kinderbetreuung) beleuchtet Prof. Moss die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Kindern.
Anschließend werden WissenschaftlerInnen aus Portugal, Schweden, Neuseeland, Israel, Malta und Deutschland in einem Erfahrungsaustausch über Ziele und Probleme der Reform des Bereichs öffentlicher Kleinkinderziehung diskutieren. Dabei stehen Fragen der Professionalisierung, der Praxisentwicklung und der Forschung und die sich daraus ergebenden Aufgaben von Wissenschaft und Universität im Zentrum.
Prof. Ursula Rabe-Kleberg wird die Tagung mit einer Perspektive für die Entwicklung an der Martin-Luther-Universität und in Sachsen-Anhalt beschließen.

Der öffentlichen Konferenz geht ein zweitägiger Workshop voraus, in dem eine Gruppe von WissenschaftlerInnen aus europäischen und außereuropäischen Ländern über nachhaltige Entwicklungen in Forschung, Lehre und Praxisentwicklung im Bereich der Kleinkinderziehung diskutieren werden. Nicht zuletzt geht es dabei um den Aufbau von Kooperationen und Netzwerken, zum Beispiel im Rahmen gemeinsamer Forschungs- und Lehrprojekte. Die mögliche Entwicklung eines internationalen Masterstudiengangs für „Change Agents in Early Childhood Education and Care“ ist einer der Verhandlungsgegenstände.

Inzwischen gilt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gilt in diesem weltweiten Netzwerk als ein wichtiger "Knotenpunkt".

Im Internet: http://www.ecp.uni-halle.de/sub/register.htm

(Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg, Dr. Mathias Urban, Ingrid Godenrath, 11. April 2005)

Kontakte:
Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg
Tel.: 0345 55-23830
E-Mail: rabe-kleberg@paedagogik.uni-halle.de

Dr. Mathias Urban
Tel. : 0345 55-23820
E-Mail: urban@paedagogik.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 11.04.2005
 
     
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