Uni Halle mit interessanten Projekten
auf der CeBIT in Hannover

Hochschulen und Forschungseinrichtungen Sachsen-Anhalts präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse auf einem Gemeinschaftsstand zur CeBIT 2002 vom 13. bis 20. März in Hannover. Sieben Forschungseinrichtungen Sachsen-Anhalts (zwei Universitäten, fünf Hochschulen bzw. Fachhochschulen) sind mit insgesamt 14 Exponaten auf der CeBIT in der Halle 11, Stand B 26 vertreten. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerin Katrin Budde wird den Gemeinschaftsstand am 16. März und Kultusminister Dr. Gerd Harms voraussichtlich am 20. März besuchen.

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird mit dem Projekt „3D-Simulation und Interaktion eines Weltraumfluges" die Realität des Apollo-Mondfluges, der Voyager-Marssonden und der Planeten im All auf dem Bildschirm eines PC simulieren. Die Darstellung erlaubt interaktive Eingriffe für individuelle Flug-Planungen im Weltraum. Aufwändige Texturkomponenten gestatten dem Betrachter realitätsnahe Szenen aus verschiedenen Perspektiven mit Blick auf Planeten, Sterne und Flugobjekte. Die Realisierung der Animation erfordert komplexe Methoden der Computergraphik, der Näherungsrechnung sowie Kenntnisse der Himmelsmechanik. Insbesondere die interaktiven Gestaltungsmöglichkeiten eines Benutzers erlauben visuelle Eindrücke, die außerhalb der virtuellen Welt eines PC kaum nachvollziehbar sind. Die Applikation zielt auf die Nutzung im Astronomieunterricht der Schulen sowie im universitären Bereich auf die Veranschaulichung himmelsmechanischer Bewegungsabläufe. Darüber hinaus stellt das Projekt ein prototypisches Beispiel dafür dar, inwieweit virtuelle Szenarien Sicht- und Betrachtungsweisen erweitern. (Projektleitung: Doz. Dr. Peter Schenzel, Institut für Informatik)

In einem weiteren Projekt stellt die Martin-Luther-Universität die fachspezifische It-Anwendung „High Throughput Screening of Hydrolytic Enzymes" vor. Spätestens seit dem Contergan-Skandal ist bekannt, dass unterschiedliche Formen eines Wirkstoffes unterschiedliche, zum Teil schädliche Nebenwirkungen aufweisen. Um ein schnelles „Aussortieren" falscher Moleküle zu gewährleisten, bedient man sich seit geraumer Zeit der Hilfe natürlich vorkommender Enzyme. Um einen rationellen Arbeitseinsatz zu gewährleisten, der es gestattet, in kurzer Zeit mit minimalem Materialaufwand möglichst viele Reaktionsbedingungen zu untersuchen, wurden zwei Methoden entwickelt, die zur schnellen Auffindung geeigneter Enzyme in der Lage sind. Im vorliegenden Fall wird dabei die Spaltung von sogenannten Carbonsäureestern durch hydrolytische Enzyme in die stereochemisch einheitlichen Säuren bzw. Alkohole untersucht. (Projektleiter: Prof. Dr. Renè Csuk, Institut für Organische Chemie)

Ebenfalls auf der CeBIT präsentiert wird eine der jüngsten innovativen Entwicklungen der itCampus GmbH (Kooperationspartner mit der Martin-Luther-Universität): die Softwarelösung World Wide Presentation Service (WWPS). WWPS erlaubt den „virtuellen Kundenbesuch" und übernimmt dabei den visuellen Part. Die Kunden benötigen nur Internetzugang und Browser. Die neue Softwarelösung verfügt über alle notwendigen Funktionen, die erfolgreiches Marketing und ein effektiver Vertrieb erfordert. WWPS stellt gleichermaßen ein effizientes Werkzeug für den Kundenservice dar. Mit WWPS kann man ein professionelles und zeitgemäßes Kundenmanagement und beste Resultate in der Kommunikation durch ein Plus an Service erreichen. (Projektleiter: Prof. Dr. Wolfgang Lassmann, Wirtschaftsinformatik und Operations Resarch, Tobias Schmidt, itCampus GmbH)

Ansprechpartner:
Wolfgang Seidel
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Abt. 5 Hochschulplanung und Informationsmanagement
Tel.: 0345 5521379
Fax: 0345 5527225
E-Mail: w.seidel@verwaltung.uni-halle.de

(7. März 2002)


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