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VON PRÄHISTORISCHER ARCHÄOLOGIE BIS ZU MODERNEN AUDIOMEDIEN
Martin-Luther-Universität präsentiert sich auf der Leipziger Buchmesse
 
Vom 22. bis 25. März läuft in Leipzig die zweitgrößte deutsche Buchmesse. Auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) beteiligt sich mit verschiedenen Beiträgen. Studierende der Medien- und Kommunikationswissenschaften sensibilisieren für das Thema Hören. Mit „Der Thrakische Reiter“ und „Die Archäologie von Kult und Religion“ werden interessante Werke aus dem Bereich der Archäologie und Kulturgeschichte vorgestellt. Daneben gibt es neue Erkenntnisse aus den Orientwissenschaften und der Schul- und Bildungsforschung. Die Wirtschaftsinformatik präsentiert ein aktuelles Lehr- und Nachschlagewerk.

Studierende sensibilisieren für das Thema Hören

Studierende der Medien- und Kommunikationswissenschaften präsentieren auf der Leipziger Buchmesse die Initiative Hören e. V. Hierbei wollen Sie für das Thema Hören interessieren, aber vor allem auch eigene praktische Erfahrung in Messe-Vorbereitung und -Auftritt gewinnen.

Die Initiative Hören e. V. ist ein Kompetenzverbund von Institutionen aus dem Gesundheits-, Kultur- und Medienbereich. Sie will die gesellschaftliche Bedeutung des Hörens öffentlich vertreten. Dabei will die Initiative einerseits Lust auf das Hören machen, andererseits hat sie sich Aufklärung über das Problem des Lärms und die Vorbeugung von Hörschäden auf die Fahnen geschrieben. „Denn wir leben in einer akustisch verschmutzten Umwelt“, erklärt Manfred Kammer, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften an der MLU und einer der Wegbereiter der Initiative Hören e. V.

Den Messeauftritt haben die Studierenden im Rahmen eines PR-Seminars am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften bereits von Grund auf vorbereitet. Und auch die Betreuung der beiden Stände der Initiative auf der Messe leisten Sie in Eigenregie. „Den Studierenden bietet sich hier die Möglichkeit, wertvolle Erfahrung in der Praxis zu sammeln, denn wir leben nicht im Elfenbeinturm“, erklärt Professor Kammer.

Die studentische Projektgruppe präsentiert auf der Buchmesse neben Informationsmaterial auch didaktische Medien für verschiedene Altersstufen. Ein Highlight ist das für Jugendliche konzipierte Computerspiel „Radio 108,8“, in dem der Spieler einen Radiosender leitet. Idee und Grundkonzeption des Spiels stammen ebenfalls aus einem Seminar von Manfred Kammer.

Bereits im letzten Jahr waren die Stände der Initiative sehr gut besucht. Die Studierenden haben sich auch in diesem Jahr einiges einfallen lassen, damit der Auftritt ein voller Erfolg wird. „Wir haben einige Spiele vorbereitet, um die Zuschauer anzulocken und zu interessieren. Beispielsweise ein Hör-Memo“, verrät Franziska Ehring. Die Studierenden betreuen zudem Kinder, die als Reporter die Buchmesse erkunden sollen. Die Kinder lernen so spielend die Arbeit eines Reporters kennen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Manfred Kammer
Tel.: 0345 55-23582
E-Mail: manfred.kammer@medienkomm.uni-halle.de

Franziska Ehring
Tel.: 0171 7433028
E-Mail: FranziskaEhring@gmx.net

Weitere Informationen im Internet:
http://www.initiative-hoeren.de



Abbildung: Cover des PC-Spiels „Radio 108,8“.

Den Stand der Initiative Hören e.V. finden Sie in der Nähe der Hörbuchhandlung (Halle 3, B 310). Ein weiterer Stand, der ausschließlich für „Radio 108,8“ konzipiert ist, befindet sich in der oberen Ebene der Glashalle.


Sichtbarkeit der Nomaden

Die Orientwissenschaften gehören zu den wissenschaftlichen Disziplinen, die häufig als Orchideenfächer bezeichnet werden. Dass diesen Fächern an der Martin-Luther-Universität eine große Wertschätzung zukommt, zeigt nicht zuletzt die Einrichtung eines Exzellenznetzwerks der Orientwissenschaften/Ethnologie („Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen“) als ein Schwerpunkt der universitären Forschung in Halle.

Auf der Leipziger Buchmesse stellt das Orientwissenschaftliche Zentrum der MLU mit der von Prof. Dr. Stefan Leder 2001 begründeten Reihe „Orientwissenschaftliche Hefte“ und der Unterreihe des SFB 586 „Differenz und Integration“ ein breites Spektrum von Arbeiten hallescher Forscher vor. Beispiel für die Kooperation verschiedener Disziplinen sind auch die beiden aktuellen Hefte: „Der Orient in akademischer Optik. Beiträge zur Genese einer Wissenschaftsdisziplin“ sowie die SFB-Veröffentlichung „Die Sichtbarkeit von Nomaden und saisonaler Besiedlung in der Archäologie“ (beide 2006).

Ansprechpartnerin:
Dr. Hanne Schönig
Tel.: 0345 55-24081
E-Mail: hanne.schoenig@owz.uni-halle.de

Weitere Informationen im Internet:
http://www.owz.uni-halle.de/publika_owh.php


Der Reiterkult

Das Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität stellt neun Schriften des Zentrums für Archäologie und Kulturgeschichte des Schwarzmeerraumes (ZAKS) vor. Die seit 2001 herausgegebenen Schriften umfassen Veröffentlichungen in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Auf der Buchmesse wird unter anderem Manfred Oppermanns „Der Thrakische Reiter“ präsentiert. Hierbei handelt es ich um den bislang umfangreichsten Band zu dem häufig kontrovers diskutierten Phänomen des Reiterkults in Südosteuropa.

Neben den Schriften des ZAKS wird das von Peter Biehl, François Bertemes und Harald Meller herausgegebene Werk „Die Archäologie von Kult und Religion“ ausgestellt. „Es ist im Grunde das erste Buch, das die Forschungsansätze zur Archäologie der Religionen zusammenführt“, erklärt François Bertemes, Professor für Prähistorische Archäologie an der MLU.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. François Bertemes
Tel.: 0345 55-24059
E-Mail: bertemes@praehist.uni-halle.de



Abbildung: Tafel mit Darstellung des Thrakischen Reiters.
Aus: Manfred Oppermann. Der Thrakische Reiter.

Lehr- und Nachschlagewerk der Wirtschaftsinformatik

Aktualität ist im Bereich der neuen Technologien ein Muss. Das gilt insbesondere auch für Nachschlagewerke und Lehrbücher. Mit „Wirtschaftsinformatik“ präsentiert die hallesche Universität ein aktuelles Werk aus dem gleichnamigen Bereich, das vom Institut für Wirtschaftsinformatik in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensforschung und Unterneh­mensführung an der MLU erstellt wurde. Das Werk vermittelt fundiertes Wissen zu den Themen Programmierung, Informationsmanagement, E-Business, Hardware, Software, IT-Sicherheit, etc. „Das Besondere an dem Buch ist, dass es aufgrund seiner übersichtlichen Gliederung und eines ausführlichen Stichwortverzeichnisses sowohl als Lehrbuch wie auch als Nachschlagewerk genutzt werden kann“, erklärt Wolfgang Lassmann, Professor für Wirtschaftsinformatik und Operations Research und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Unternehmensforschung und Unternehmensführung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Wolfgang Lassmann
Tel.: 0345 55-23401
E-Mail: lassmann@wiwi.uni-halle.de


Schule und Demokratie

Das Zentrum für Schul- und Bildungsforschung (ZSB) an der MLU stellt die elf neuesten Bände der Schriftenreihe „Studien zur Schul- und Bildungsforschung“ vor. Die Bände präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse zu Schule, Lehrern, Kindern und Jugendlichen.

Im soeben erschienen Band 26 „Demokratiefähigkeit und Bürgerkompetenzen“ geht Michael May der Frage nach, welche Kompetenzen eine politisch-demokratische Bildung anstreben soll und wie solche Kompetenzen formuliert werden müssen, damit sie im Unterricht gelernt werden können. Er beschreibt ein Set von konkreten Bürgerkompetenzen, dass als Ausgangspunkt für weitere Studien dienen kann.

Das seit Ende 2006 unter dem Namen „Zentrum für Schul- und Bildungsforschung“ (ZSB) firmierende interdisziplinäre wissenschaftliche Zentrum wurde 1994 als „Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung“ (ZSL) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet. Das ZSB widmet sich vornehmlich der Konzeption und Durchführung von Studien zur Schul- und Bildungsforschung.

Ansprechpartner:
Dr. Rolf-Torsten Kramer
Tel.: 0345 55-21703
E-Mail: rolf.kramer@zsb.uni-halle.de

Weitere Informationen im Internet:
http://www.zsl.uni-halle.de

Die Buchvorstellungen der MLU finden Sie am Gemeinschaftsstand des Universitätsverbundes Halle-Leipzig-Jena (Halle 3, H202-G209).

 
  Thomas Jähnig, 15.03.2007
 
     
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