Kongreß „Psychiatrie und Justiz"

16. und 17. Februar 2000 in Halle/Saale

Am 16. und 17. Februar 2000 veranstaltet die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinschaftlich mit dem Fachbereich Rechtswissenschaften, Abteilung Strafrecht und Kriminologie der Philipps-Universität Marburg und dem Arbeitskreis Forensik des Landes Sachsen-Anhalt einen Kongreß zum Thema „Psychiatrie und Justiz – Indikationen, Notwendigkeiten und Konsequenzen psychiatrischer Begutachtung von Straftätern". Die Tagungsleitung liegt bei Prof. Dr. Andreas Marneros, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der halleschen Universität und bei Prof. Dr. Dieter Rössner, Lehrstuhlinhaber der Abteilung Strafrecht und Kriminologie der Philipps-Universität Marburg. Tagungsort ist das Melanchthonianum, Universitätsplatz 8/9. Der Kongreß steht unter Schirmherrschaft der Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin und der Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, Karin Schubert.

Es werden insgesamt ca. 300 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland erwartet. Finanziert wird der Kongreß u. a. durch Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Kultusministeriums LSA, der Stiftung Rechtsstaat, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, des Freundeskreises der halleschen Universität sowie den Stadtwerken Halle.

Die Tagung befaßt sich mit verschiedenen Aspekten der psychiatrischen und psychologischen Begutachtung von Straftätern sowie deren Behandlung. Entsprechend finden sich im wesentlichen Vorträge von Psychiatern, Juristen und Psychologen zu den Themenkomplexen Schuldfähigkeits- und Prognosebegutachtung sowie zu Maßregelvollzug und Kriminaltherapie. Außerdem wird ein internationales Symposium zur Frage der „europäischen Perspektive" des forensischen Psychiatrie veranstaltet. Referenten hierfür werden u. a. aus Lettland, den Niederlanden, Schweiz und Spanien erwartet. Es finden neben Plenarvorträgen auch zahlreiche kleinere Symposien statt, die die Möglichkeit der Diskussion bieten.

Der Kongreß wird am 16. Februar um 10 Uhr eröffnet. Grußworte sprechen die Bundesjustizministerin, die Ministerin für Justiz des Landes Sachsen-Anhalt und der Rektor der Universität Halle. Die Liste der Vortragenden umfaßt Lehrstuhlinhaber, Bundesrichter, Vertreter von Forschungseinrichtungen und viele andere, die auch außerhalb der Fachöffentlichkeit bekannt sind. Den Ehrenvortrag wird Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ludwig Schreiber am 16. Februar 2000 um 10.45 Uhr halten („Die Schuldfähigkeitsbeurteilung zwischen psychiatrischen und juristischen Kriterien").

Für Journalisten ist die Teilnahme am Kongreß selbstverständlich kostenfrei. Um eine entsprechende Anmeldung beim Kongreßbüro wird aber gebeten. Ein Pressegespräch ist am 16. Februar um 13.45 Uhr in der Professorenbibliothek der Juristischen Fakultät (Universitätsplatz 10a) im Thomasianum vorgesehen. Prof. Dr. Andreas Marneros und Prof. Dr. Dieter Rössner beantworten die Fragen der Journalisten. Interessierte Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.

Rückfragen an:
Dr. Peter Brieger/ Dr. Annette Haring/ Dr. Simone Ullrich
bis 15.2.2000: Tel. 0345-55 73522, Fax 0345-557 3500
am 16./17.2.2000: Tel. 0345-5521046, Fax 0345-5521047
E-mail: peter.brieger@medizin.uni-halle.de

(Ute Olbertz, 9. Februar 2000)


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