Audimax mit drei Hörsälen

Einweihung des neuen Gebäudes am Uni-Platz

Am 9. April 2002 ist es endlich soweit: Das neue Audimax der Universität wird um 14 Uhr feierlich eingeweiht. Aus diesem Anlass findet eine Festveranstaltung statt, an der auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner, Kultusminister Dr. Gerd Harms und Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler teilnehmen. Für den Festvortrag konnte ein kultureller Nachbar, der Intendant des neuen theaters, Peter Sodann, gewonnen werden. Außerdem wird in diesem Rahmen die Übergabe der 40 Jubiläumsstipendien erfolgen.


Das Auditorium Maximum

Es ist für die Universität ein lange ersehnter Tag, an dem das moderne Hörsaalgebäude offiziell in Betrieb genommen wird. Dass er gerade in das Festjahr des 500. Gründungsjubiläums fällt, ist ein doppelter Grund zur Freude. Für die Martin-Luther-Universität wird mit dem Audimax ein geradezu lebensnotwendiges Projekt zum Beginn des Sommersemesters seiner Bestimmung übergeben, denn seit Jahren fehlen im Innenstadtbereich große Hörsäle. Mit der Vollendung des rund 12 Millionen Euro (23 Millionen DM) teuren Neubaus wird sich die Situation für die Studierenden und für die Lehrenden spürbar verbessern. Drei neue Hörsäle mit insgesamt 1120 Plätzen stehen zur Verfügung. Der größte der drei Säle fasst 520 Hörerinnen und Hörer, die beiden kleineren Säle verfügen jeweils über 300 Plätze. Im Erdgeschoss befinden sich außerdem noch Ausstellungsfoyer und Garderobe und im Untergeschoss des Gebäudes wurde eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen, eine Trafostation und Technikzentrum untergebracht. Für internationale Tagungen und Kongresse ist nicht zuletzt die Ausstattung des Hauses mit drei Dolmetscherkabinen im Obergeschoss von Bedeutung.

Es handelt sich nicht nur um ein zweckmäßiges und modernes, sondern auch ein architektonisch überaus anspruchvolles Bauwerk, das einen Gewinn für das Stadtbild darstellt. „Mit der Fertigstellung des Audimax ist die Gestaltung des Universitätsplatzes vollendet, damit wird er als innerstädtischer Raum erlebbar, an dem es sich zu verweilen lohnt. Wir können heute in der Tat behaupten: Halle hat einen der schönsten Universitätsplätze Deutschlands!", so gab Rektor Wilfried Grecksch seiner Freude über das neue Hörsaalgebäude Ausdruck. Zugleich ist die hallesche Universität die einzige in Deutschland, die über einen neu angelegten innerstädtischen Campus verfügt. Ein besonderer Akzent wird durch die breite Freitreppe gesetzt, die eine Zusammengehörigkeit der alten und neuen Bauwerke symbolisiert.

Der Grundstein für das neue Audimax wurde am 19. Juni 2000 gelegt. Bauherr war das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, vertreten durch den Projektsteuerer, Firma Assmann Beraten und Planen. Am 9. März 2001 schwebte die Richtkrone über dem künftigen Auditorium Maximum. Gebaut wurde auch hier – wie bereits beim Juridicum – nach dem Kölner Architekturbüro Thomas van den Valentyn und Gernot Schulz, das beim Wettbewerb um Planungs- und Architektenleistung abermals den Zuschlag erhielt. Die Architekten setzten sich immerhin gegen 60 Konkurrenten durch.

Interessierte Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen sind herzlich zur Einweihung des neuen Audimax eingeladen.

(Ute Olbertz, 4. April 2002)


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