Präsentation von zwei Online-Datenbanken zur Kunstgeschichte und Archäologie im Internet

Am 27. Juni 2001 stellen die Fachrichtungen Kunstgeschichte und Klassische Archäologie der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg und das Institut für Neue Medien in der Kunst und Archäologie (INMEDIAK e. V.) in einer öffentlichen Präsentation zwei Bilddatenbanken vor, die an diesem Tag auch für die Nutzung im Internet freigegeben werden. Die Präsentation beginnt um 17:00 Uhr im Hörsaal des ROBERTINUMs, Universitätsplatz 12.

Ziel des Projektes ist es, Kunstwerke und Sammlungsbestände im mitteldeutschen Raum zu erfassen. Die Verwendung des neuen Publikationsmediums Internet erlaubt dabei eine schrittweise Veröffentlichung mit der Möglichkeit von Ergänzungen und Aktualisierungen. Nutzer haben jederzeit bequemen Zugang zu dem Material, neben der Verfügbarkeit der Daten für wissenschaftliche Forschungen werden dabei Kulturgüter der Region öffentlichkeitswirksam vorgestellt. Im geisteswissenschaftlich-kulturellen Bereich werden Online-Datenbanken bisher nur vereinzelt eingesetzt, das Projekt will auch dazu beitragen, die Möglichkeiten des Mediums auszuloten und zu einer verstärkten Nutzung anzuregen.

Inhaltlich umfasst das Datenbankprojekt der Kunstgeschichte mit bisher ca. 450 Datensätzen plastische Werke aus der mitteldeutschen Kunstlandschaft zwischen Altmark, Thüringer Wald und Erzgebirge, die zwischen 1470 und 1630 entstanden sind, in der Zeit der Spätgotik, der Renaissance und des Frühbarock. Damit soll auch wichtiges, teils gefährdetes Kulturgut als schützenswert ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen werden. Die Datenbank ist unter der Adresse http://minerva.kunstgesch.uni-halle.de zu finden.

Die archäologische Datenbank ist ein Katalog der Sammlung des ROBERTINUM, des Archäologischen Museums der Martin-Luther-Universität. Von den Beständen antiker Keramik und Kleinkunst aus Griechenland, Rom und Ägypten werden vorerst 89 Stücke präsentiert, weitere werden kontinuierlich folgen.
Die Adresse lautet http://robertin.altertum.uni-halle.de

Beiden Datenbanken liegt eine wissenschaftliche Bearbeitung der in den Datensätzen vorgestellten Objekte zugrunde, teilweise werden sie hier erstmalig erfasst. Fotografien ergänzen die Textinformationen. Recherchen sind nach verschiedenen Kriterien möglich, die Datenbanken sind im Sinne einer wissenschaftlichen Publikation zu zitieren. Für die Koordinierung der Projekte, denen nach Möglichkeit weitere folgen sollen, wurde der Verein INMEDIAK - Institut für neue Medien in Kunst und Archäologie - gegründet, der in enger Kooperation mit den entsprechenden Instituten an der Martin-Luther-Universität arbeitet. Für die erforderliche technische Ausstattung wurden HBFG-Mittel bereitgestellt, die Bearbeitung konnte dank einer Förderung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt und einiger Sponsoren in relativ kurzer Zeit vorangetrieben werden.

(Henryk Löhr, 26. Juni 2001)

Ansprechpartner:
Henryk Löhr

Tel.: (0345) 55 240 18/24
E-Mail: loehr@altertum.uni-halle.de


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