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Internationales Symposium an der Universität

DIE SPORTLICHEN WETTKÄMPFE - ZENTRALES KULTELEMENT IN DER SPÄTANTIKE
 
Im 3. bis 6. Jahrhundert (n. Chr.) begann mit der Christianisierung des Römischen Reiches der Niedergang der panhellenischen und der großen städtischen Heiligtümer, die dann zur Zeit des Theodosius I. geschlossen wurden. Betroffen waren auch die Agone - die sportlichen Wettkämpfe - als zentrales Element der Kulte. Von den Christen zutiefst abgelehnt, verschwanden sie Ende des vierten Jahrhunderts vollständig aus dem gesellschaftlichen Leben der Städte.
Soweit die vorherrschende Meinung in der Forschung. Neue archäologische und althistorische Arbeiten ließen aber Zweifel aufkommen. Zeigen sie doch, dass panhellenische Heiligtümer wie Olympia, Isthmia oder Nemea länger als bisher geglaubt, blühten. Und die Agone, die in nicht wenigen Fällen aus dem religiösen Zusammenhang der heidnischen Kultfeiern herausgelöst wurden, existierten in säkularisierter Form sogar noch länger.

Dieser Thematik ist ein internationales Symposium "Der Agon in der Spätantike" am 6. und 7. Mai 2005 gewidmet, das vom Institut für Klassische Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität in Zusammenarbeit mit der Universität Clermont Ferrand/Frankreich veranstaltet wird. Die Tagung ist interdisziplinär angelegt und bringt Forscher verschiedener Disziplinen (Klassische Archäologie, Christliche Archäologie, Alte Geschichte, Baugeschichte, Byzantinistik) zusammen. Für Organisation und wissenschaftliche Leitung zeichnen Prof. Dr. Andreas Gutsfeld (Université Blaise Pascal, Clermont-Ferrand II) und PD Dr. Stefan Lehmann (Universität Halle) verantwortlich. Konferiert wird an beiden Tagen ab 9.00 Uhr, im Hörsaal, Robertinum, Universitätsplatz 12, in Halle (Saale).

Abendvortrag

Die interessierte Öffentlichkeit ist am 6. Mai 2005, 18.15 Uhr, zu dem Abendvortrag von Prof. Dr. Harry W. Pleket (Universität Leiden) mit dem Titel "Sport und Agon als Thema der Altertumswissenschaft" in den Hörsaal XIV c, im Hauptgebäude (Löwengebäude) auf dem Universitätsplatz, herzlich eingeladen.

Inhaltliche Aspekte

Im Rahmen des Symposiums geht es um eine erste kritische Bestandsaufnahme des Umgangs des spätantiken Staates und seiner Institutionen sowie der bestimmenden gesellschaftlichen Gruppen mit dem Phänomen der sportlichen Wettspiele. Kontinuität, Wandel und Ende der Agone sollen für die Epoche der Spätantike und das frühe byzantinische Reich untersucht werden. Besondere Beachtung finden sollen zum einen das Verhältnis der staatlichen Institutionen, der Bischöfe und der Kirche, des Senatorenstandes sowie der städtischen Öffentlichkeit zu den Agonen und zum anderen die regionalen Unterschiede im Imperium. Ein besonderes Anliegen der Tagung ist es, archäologische und literarische Quellen auf breiter Basis zusammenzuführen und zu diskutieren. Denkbare Beiträge zu der Tagung sind mithin lokale und regionale Fallstudien sowie systematische Untersuchungen von Institutionen und relevanten Gruppen, die über das Schicksal der Agone bestimmten.

(PD Dr. Stefan Lehmann, Ingrid Godenrath, 27. April 2005)

Informationen und detailliertes Programm im Internet unter:
http://robertin.altertum.uni-halle.de/agon/index.html

Kontakt:
PD Dr. Stefan Lehmann
Tel.: 0345 55-24011
Fax: 0345 55-27069
E-Mail: leharcho@hotmail.com
E-Mail: leonhardt@altertum.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 27.04.2005
 
     
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