Projekt der Stiftung Volkswagen
am Institut für Hochschulforschung

„Ergebnisse und Potentiale der Forschung über Hochschulen" – so lautet der Titel eines langfristigen wissenschaftlichen Projekts, das mit Mitteln der Stiftung Volkswagen am Institut für Hochschulforschung Wittenberg bearbeitet wird. Darüber informierten kürzlich die beiden Antragsteller, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz und Dr. Rosemarie Kohls vom Institut für Hochschulforschung. Im Rahmen des Projekts werden Schwerpunkte und Ergebnisse der Hochschulforschung, Informationen über Reformvorhaben, wissenschaftliche Begleituntersuchungen, Publikationen, Tagungen, Workshops usw. bibliographisch aufbereitet und in Datenbanken bzw. Informationsnetze eingearbeitet. Durch die relationale Verknüpfung mit einem Directory wird es möglich, anhand der jeweils recherchierten Vorhaben Auskünfte über Strukturen, Personen und Organisationsformen in der Hochschulforschung zu erhalten. Reforminteressierte Wissenschaftler, Mitarbeiter von Hochschulverwaltungen, Hochschulpolitiker, Verlagsmitarbeiter usw. können auf diese Weise via Internet schnell und effektiv an Informationen über laufende Hochschulreformvorhaben gelangen, miteinander in Kontakt treten, Erfahrungen austauschen oder Kooperationen verabreden.

Mit dem Projekt werden die inhaltlichen Voraussetzungen sowie die konzeptionellen und organisatorischen Grund-lagen für ein modernes Informations- und Dokumentationssystem (IDS) Hochschulforschung geschaffen. Es umfasst die notwendigen wissenschaftlichen Entwicklungs- und Implementierungsarbeiten sowie die für eine dauerhafte Pflege notwendigen Kommunikations- und Kooperationsstrukturen. Neben einer up-date-fähigen CD-ROM wird eine permanent fortzuschreibende Internetversion entwickelt. Um auch internationale Recherchen zu ermöglichen, erfolgt in der zweiten Projektphase eine Koordination und Verknüpfung des entwickelten Datennetzes mit vergleichbaren Systemen in Europa und Nordamerika.

Das mit insgesamt rund 1,1 Millionen Mark geförderte Projekt, dessen Laufzeit sich über vier Jahre erstreckt, wird ab 1. September 2000 in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern sowie dem Fachinformationssystem Bildung und seiner Zulieferer begonnen. Das 1996 gegründete Institut, das aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Bundes gefördert wird, nimmt einen anerkannten Platz unter den führenden Hochschulforschungsinstituten Deutschlands ein. Es hat mit dem neuen Vorhaben sein Drittmittelaufkommen für übergreifende wissenschaftliche Aufgaben bei der Unterstützung und Begleitung von Hochschulreformprozessen deutlich erhöht.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Pädagogik
Tel.: (0345) 55-2 37 88/87, E-Mail: olbertz@paedagogik.uni-halle.de

Ute Olbertz, 14. Juli 2000


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