Gründungstreffen European Network "Academic Heritage and Universities - Responsibility and Public Access"

Europäisches Netzwerk "Kulturerbe von Universitäten - Verantwortung und Öffentlichkeit"

Europäische Universitäten schaffen Erlebnisraum "Internet-Museum"

Historische Kunstschätze und wissenschaftliche Sammlungen sollen in Kooperation bewahrt und europaweit zugänglich werden - Grußbotschaft des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf, MdB, der die Initiative als wichtigen Beitrag zur Präsentation europäischer Kultur im weltweiten Internet begrüßt.

Vom 14. bis 16. April 2000 findet das Gründungstreffen des Europäischen Netzwerks "Kulturerbe von Universitäten - Verantwortung und Öffentlichkeit" in Halle statt, an dem Fachleute aus Schweden, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland teilnehmen, um über die Wahrung der bedeutenden wissenschaftlichen Sammlungen an den (alten) Universitäten und deren professioneller Präsentation für die Öffentlichkeit zu beraten. Dabei spielen auch rechtliche Aspekte und die Probleme der Finanzierung eine Rolle. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Thomas Bremer, Prorektor für Studium und Lehre der Martin-Luther-Universität, für Koordination und Information zeichnet Patrice Wegener, EU-Referent der Universität, verantwortlich. Offizielle Eröffnung: 14. April 2000, 17:30 Uhr im Löwengebäude, Universitätsplatz 11; Konferenzsprache ist Englisch.

Die Martin-Luther-Universität als Initiator des internationalen Gründungstreffens, schlägt auf dieser ersten Zusammenkunft ein Konzept zur praktischen Umsetzung vor, das eine Basis für künftige Kooperation bietet. Neben Sammlungen kultur- und kunsthistorisch bedeutsamer Stücke der Kustodie besitzt die hallesche Universität - wie dies auch für die eingeladenen Universitäten zutrifft - einmalige wissenschaftliche Sammlungen, die es verdienen, über den jetzigen internen, wissenschaftlichen Gebrauch hinaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Nicht zuletzt um damit eine weitere Konsolidierung der Universitäten im öffentlichen Bewußtsein zu erreichen und durch Projekte aus diesem Umfeld einen wichtiger Beitrag zur Aufwertung von Stadt und Region zu leisten.


UNIVERSEUM - Forum als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Ein UNIVERSEUM, das im Zusammenhang und Ergänzung der Netzwerk-Aktivitäten für Halle entsteht, soll die Attraktivität der Sammlungsstücke (Archäologie, Paläontologie, Geologie, Anatomie, Landwirtschaft, Arabistik, Mathematik, Musik, Gelehrten-Bibliotheken, Kupferstiche etc.) nutzen, um Öffentlichkeit über Wissenschaft herzustellen, für Wissenschaft mit didaktischen Mitteln zu werben und Orientierung im Umgang mit Wissen und der Wissenschaft zu liefern. Das UNIVERSEUM ist nicht museal im eigentlichen Sinne, sondern baut u.a. auf die Möglichkeiten unverhoffter Begegnungen mit Objekten der Wissenschaft. Als ein Wissenschaftsforum wirbt es mit den unterschiedlichsten Mitteln um verschiedene Zielgruppen, um öffentliches Verständnis für die Wissenschaft zu fördern. Ausstellungen, die u.a. im europäischen Netzwerk zu organisieren sind, werden zu Botschaftern der Wissenschaft an öffentlichen Orten. Hier werden auch Konzepte des (Weiter)-Sammelns und Bewahrens für den heutigen Wissenschaftsbetrieb entwickelt. Das UNIVERSEUM sucht aber auch nach Möglichkeiten, der Wissenschaft selbst Orientierung für kritische, öffentlichkeitsrelevante Aspekte des Wissenschaftsbetriebes zu liefern. Dafür ist eine Vielfalt von Möglichkeiten (Veranstaltungen, Experten und Öffentlichkeit im Dialog, Bücher, Zeitungen, Kataloge, Preisverleihungen, Übertragungen aus einem speziellen, hier anzusiedelnden Fernsehstudio) zu nutzen.


Aufbau einer europaweiten virtuellen Galerie - neue Dienstleistungen

Dieses UNIVERSEUM assistiert - als ein erster, wichtiger Schritt in die Öffentlichkeit - beim Aufbau einer virtuellen, europaweiten Galerie für die vielfältigen Objekte, die die europäische Wissenschaftsgeschichte gesammelt hat. Im Internet wird dieser Reichtum und die Vielfalt der gemeinsamen europäischen Wissenschaftsgeschichte und damit das gemeinsame europäische kulturelle Erbe sichtbar gemacht (s. Staatssekretär Mosdorf). Durch den Bezug zu den wissenschaftlichen Instituten, die die Eigner der Sammlungen sind, können inhaltlich anspruchsvolle und wissenschaftlich verwertbare Bestandsaufnahmen und Präsentationen erreicht werden, die über die üblichen Verwertungsstrategien für Bilder und Texte im Internet hinausweisen. Mit diesem Ansatz wird das europäische Potential beim weiteren Ausbau des Internets (Inhalte!) unterstrichen. Das UNIVERSEUM und die Internetpräsenz wird sich zu einer (neuen) Art von Dienstleistung der (deutschen) Universitäten aufbauen, die die Entwicklung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit dieses Bereiches gestatten.

Das Netzwerk-Treffen wird durch die Stadt Halle, die Vereinigung der Freunde und Förderer der Martin-Luther-Universität sowie von British Council Leipzig unterstützt.

Informationen sind auch unter der Internetadresse
http://www.verwaltung.uni-halle.de/UM/Museum.htm abzurufen.

Informationen:

Prof. Dr. Thomas Bremer
Tel. (0345) 55 214 90
Fax: (0345) 55 272 31
e-mail: bremer@rektorat.uni-halle.de

Patrice Wegener
Tel.: (0345) 55 213 83
Fax: (0345) 55 270 79
e-mail:p.wegener@verwaltung.uni-halle.de


  Zurück zum Index