Die Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität kommt in die Franckeschen Stiftungen: Einladung zum Festakt, Antrittsvorlesung und Einführung der Universitätspredigerin am 10. April 2000.

Zu Beginn des Sommersemesters am 10. April 2000, feiert die Theologische Fakultät ihren Einzug in die Franckeschen Stiftungen und präsentiert der Öffentlichkeit ihre neuen Gebäude, die sorgfältig restauriert worden sind.

In den Stiftungen wird so das breite Ensemble aus sozialen, pädagogischen und wissenschaftlichen Institutionen erweitert. Dazu gehören Schulen von der Montessori-Grundschule bis zum altsprachlichen Gymnasium "Latina", der Fachbereich für Erziehungswissenschaften und mehrere interdisziplinäre Wissenschaftszentren der Universität. Mit der neuen Präsenz der Theologie kommen die Stiftungen ihrem seit 1991 verfolgten Ziel ein großes Stück näher: In einer zeitgemäßen Form wird die fruchtbare Verbindung von Bildung, Glaube und Wissenschaft, die A. H. Francke vor 300 Jahren begründete, wieder Realität.

Die Martin-Luther-Universität ist ab nun noch stärker am Franckeplatz vertreten. Hier entsteht ein reicher Campus akademischen Lebens, der in den nächsten Jahren durch weitere Institute und durch eine Mensa ergänzt werden soll.

Für die Theologische Fakultät endet mit dem Einzug in die Stiftungen eine fast hundertjährige Präsenz am alten Universitätsplatz. Im „Melanchthonianum„ benannt nach dem einflussreichen Wittenberger Theologen und Philologen der Lutherzeit, stellte sich die Theologie als notwendiger Bestandteil klassischer und gegenwärtiger Bildung dar – auch in den Zeiten der „sozialistischen Hochschule„. Schon bald nach der Wende wurden die Räume zu klein, einzelne Institute mussten in andere Gebäude ausweichen. Nun werden Veranstaltungsräume, Mitarbeiterbüros und alle Bibliotheken in den Stiftungen kon-zentriert. Damit verkürzen sich Wege, die Arbeitsgemeinschaft der Fakultät wird gestärkt.

Die inhaltlichen Herausforderungen, denen die Theologische Fakultät an diesem Ort begegnet, sind aber noch wichtiger: Es gilt, die Traditionen der Reformation, des Pietismus‘ und der evangelischen Aufklärung für die Gegenwart zu erschließen: Für die Bildung des ganzen Menschen, für seine ethische und weltanschauliche Orientierung hat das Christentum auch heutzutage Wesentliches beizutragen.

Das Festprogramm am 10. April 2000:

11:00 Uhr  Feierliche Eröffnung und Schlüsselübergabe im Anschluss  Antrittsvorlesung von Prof. Klaus Tanner: „Theologie im Kontext der Kulturwissenschaften„

15:00 Uhr Angebot von Führungen durch die neuen Gebäude

18:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst zur Eröffnung des Semesters mit Einführung der neuen Universitätspredigerin, Frau Prof. Anne M. Steinmeier

Ansprechpartner:

Dekanat der Theologischen Fakultät der Universität
(Tel. 03 45 / 55 23 001, Fax 55 2 70 89)

Franckesche Stiftungen zu Halle
(Tel. 0 345 / 21 27 405, Fax 2 12 74 33)


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