Universität legt Lehrbericht vor

Prof. Bremer: "Das Lehrangebot an der Martin-Luther-Universität hat sich in den letzten beiden Jahre deutlich verbessert."

Der Prorektor für Studium und Lehre, Prof. Dr. Thomas Bremer, hat in der letzten Woche den Lehrbericht 1997 - 1999 für die Universität Halle vorgelegt. Auf 144 Seiten bietet der Bericht einen Überblick zu sämtlichen Lehrangeboten der Fachbereiche und Fakultäten. Daneben wird umfangreiches statistisches Material zur Entwicklung der Studierendenzahlen in den einzelnen Fächern, zu ausländischen Studierenden und zu den insgesamt elf neuen Studienangeboten geliefert. Der Lehrbericht ist im Prorektorat für Studium und Lehre als Broschüre erhältlich. Darüber hinaus steht der Lehrbericht auch im Internet zur Verfügung.

Forschung und Lehre sind die Kernkompetenz jeder Universität. Aber was genau machen die Universitäten eigentlich das ganze Jahr über? Wer will, kann das jetzt ganz genau nachlesen. Nachdem vor einigen Wochen der Forschungsbericht erschienen ist, liegt nun auch der Lehrbericht der Universität Halle vor. "Mit dem aktuellen Lehrbericht ist es uns erstmals gelungen, den neben der Forschung wichtigsten Kernbereich der Universität, die Lehre, in einer Broschüre übersichtlich darzustellen", erklärte Prof. Dr. Thomas Bremer. "Mehr und mehr bestimmen attraktive Studienangebote die Wettbewerbschancen der Universitäten. Wir bemühen uns um jeden einzelnen Studierenden und bei der Studienwerbung ist das weiter verbesserte Lehrangebot der Universität Halle natürlich das beste Argument", freut sich Bremer.

Die wichtigsten Entwicklungen der letzten beiden Jahre

Mehr Studierende:
Bei den Studierenden hat sich der positive Trend der letzten Jahre fortgesetzt. Waren im Wintersemester 1997/98 insgesamt 12.496 Studierende an der Martin-Luther-Universität eingeschrieben, so waren es im Wintersemester 1998/99 bereits13.047. Für das Wintersemester 2000/2001 werden über 14.000 Einschreibungen erwartet.

Elf neue Studiengänge:
Das Angebot neuer, vernetzter und interdisziplinärer Studiengänge hat sich erheblich erweitert. Die wachsenden Studierendenzahlen insgesamt und vor allem die seit etwa 1997/98 zu beobachtenden zunehmenden Einschreibungen in den Ingenieurwissenschaften, der Landwirtschaft, den Geowissenschaften, am Fachbereich Mathematik und Informatik, am Fachbereich Biochemie/Biotechnologie und am Fachbereich Physik sowie in vielen geisteswissenschaftlichen Fächern und bei den Wirtschaftswissenschaften bestätigen die Anstrengungen der Fachbereiche zur Erhöhung der Studienattraktivität.

In den letzten beiden Jahre hat der Akademische Senat die Einrichtung elf neuer Studiengänge beschlossen:

  • Bioingenieurwesen
  • Didaktikder Geschichte (N)
  • Bioinformatik
  • Biomedizinische Materialien
  • Landesgeschichte (nur als Nebenfach)
  • Medizinische Physik
  • Pflege- und Gesundheitswissenschaft
  • Werkstofftechnologie
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte (nur als Nebenfach)
  • Wirtschaftsrecht
  • Zeitgeschichte (nur als Nebenfach)

    Internationalisierung Einer der wichtigsten Indikatoren für die Konkurrenzfähigkeit einer modernen Universität heute ist die internationale Vernetzung ihres Studien- und Forschungsangebotes auf allen Ebenen. Das Studienkolleg, das Ausländer durch deutsche Sprach- und differenzierte Fachkurse auf das Studium vorbereitet, konnte eine Steigerung der Nachfrage von 152 ausländischen Studierenden im WS 1997/98 auf 182 im SS 1999 verzeichnen. Studierende aus insgesamt 59 Nationen waren im Studienkolleg der Martin-Luther-Universität vertreten. Die Anzahl der ausländischen Studierenden, zeigt eine noch größere Vielfalt. Hier ist an der Martin-Luther-Universität im Zeitraum zwischen WS 1997/98 und WS 1999/2000 eine Steigerung von 708 auf 825 ausländische Studierende zu verzeichnen. Diese kamen aus insgesamt 110 Nationen. Leichter ins Ausland mit internationalem Zeugnis Große Resonanz auch bei anderen deutschen Universitäten fand die Initiative, den Studierenden der Martin-Luther-Universität, auf Anfrage, zusammen mit ihrem Studienabschlusszeugnis eine englischsprachige Äquivalenzbescheinigung (ein sogenanntes Diploma Supplement) auszuhändigen. Die Initiative zielt vor allem darauf ab, den Studierenden den Besuch weiterführender Studiengänge im Ausland, aber auch die Absolvierung von Auslands-Praktika zu erleichtern.

    Der Lehrbericht im Internet

    Weitere Informationen:
    Prorektorat für Studium und Lehre
    Prof. Dr. Thomas Bremer
    Dr. Carmen Resch Tel: 0345/5 52 14 90


    Stefan Schwendtner, 20. Juli 2000

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