Hermann Cohen
im Umkreis der deutsch-jüdischen Philosophie


Vortrag des Leopold-Zunz-Zentrums zur Erforschung des europäischen Judentums

Für das Jahr 2001/02 wurde vom Leopold-Zunz-Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums u. a. eine Reihe von neun Vorträgen über "Jüdische Gelehrte" für den Veranstaltungsort Halle vorbereitet. Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 19.30 Uhr im Amerika-Zimmer des Hauptgebäudes der Franckeschen Stiftungen, Franckeplatz 1, 06108 Halle (Saale), statt.

Die erste Veranstaltung ist für den 19. April 2001 geplant. Dr. Hartwig Wiedebach (Göppingen) spricht über "Hermann Cohen im Umkreis der deutsch-jüdischen Philosophie".

Hermann Cohen (18421918) gilt als der herausragende Philosoph einer innigen Verbindung zwischen jüdischer und europäisch-deutscher Tradition. Darin ist er allerdings nicht ohne bedeutsame Vorläufer und Nachfolger. In Hartwig Wiedebachs Vortrag soll es vor allem um Hermann Cohens spezifische Akzentsetzung im geschichtlichen Umfeld des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gehen. Platon und Kant, Bachja ibn Pakuda und Maimonides sind vier der wichtigsten Quellen, aus denen Cohen seine "Wissenschaft des Judentums" speiste. Die Religion sah er zutiefst bedroht durch Entwicklungen im modernen Leben seiner Zeit. Gegen diese Gefahr trat er an, überzeugt, dass "die Fortentwickelung und der Fortbestand des Judentums durch seine philosophische Begründung bedingt" sei.

Der Referent ist Philosoph und Judaist. Zu seinen Publikationen gehören der zweite Band der Supplementa zu den Werken Hermann Cohens, Die Hermann-Cohen-Bibliothek (2000), Die Bedeutung der Nationalität für Hermann Cohen (1997) und Hermann Cohen's Philosophy of Religion (herausgegeben mit Stéphane Moses, 1996).

Alle InteressentInnen sind herzlich eingeladen.

(Dr. Margarete Wein, 9. April 2001)

Nähere Informationen:
Telefon: 0345 / 552 40 64
E-Mail:office@LZZ.uni-halle.de


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