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5. Tag der Frauen- und Geschlechterforschung

FRAUEN ALS TÄTERINNEN IM NATIONALSOZIALISMUS
 
Am 30. November 2005 findet an der Martin-Luther-Universität zum 5. Mal der Tag der Frauen- und Geschlechterforschung statt. Die Veranstaltung möchte an die Zerschlagung des NS-Regimes vor 60 Jahren erinnern und steht unter dem Thema "Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus". Getagt wird ab 11.00 Uhr, im Hallischen Saal, Unigebäude "Burse zur Tulpe", Universitätsring 5, in Halle (Saale).

Die Frage nach weiblicher Täterschaft bzw. (Mit)-Täterschaft im NS-Deutschland wird erst seit einigen Jahren ausdrücklich und immer nachhaltiger gestellt. Insbesondere die historische Frauenforschung hat bisher aus unterschiedlicher Perspektive versucht, Antworten zu finden.
In der einschlägigen Forschung befindet sich das Problem der Täterschaft von Frauen nach wie vor in der Diskussion. Dabei steht außer Zweifel, dass der deutsche NS-Staat Frauen- und Geschlechterpolitik in einem Maße zur Verwirklichung seiner gesellschaftlichen Ziele eingesetzt hat, wie kaum ein anderes politisches System. Insofern ist dieses System ohne Berücksichtigung des Geschlechterverhältnisses nicht erklärbar.
Wie der theoretische weist auch der empirische Forschungsstand zur Thematik große Lücken auf. Sie müssen geschlossen werden, um Fehlurteile zu vermeiden. Neben Verstrickungen von Frauen innerhalb einzelner Berufe ist es wichtig, den Blick noch stärker auf zentrale und professionalisierte Täterinnengruppen zu richten um Frauen dadurch als NS-Täterinnen zu identifizieren - ohne jede geschlechterideologische Verschleierung.
In Diskussionsrunden und Vorträgen, unter anderem von Dr. Sybille Gerstengarbe (Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle) zu dem Thema "Tätig, aber keine Täterin - die Genetikerin Paula Hertwig im 'Dritten Reich'“, oder von Jeanette Toussaint (Potsdam)"Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit: Interviews mit ehemaligen SS-Aufseherinnen und ihren Töchtern" wollen sich Teilnehmerinnen und Vortragende mit dieser brisanten Thematik auseinandersetzen.

Ausrichter der Veranstaltung sind die Mitarbeiterinnen des Büros der Uni-Gleichstellungsbeauftragten und die Forschungs- und Dokumentationsstelle beim Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Programminfos

(Dr. Viola Schubert-Lehnhardt, Sylvia Korch,
Ingrid Godenrath, 25. November 2005)


Information und Kontakt:
Büro der Gleichstellungsbeauftragten, Martin-Luther-Universität
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Sylvia Korch, Gleichstellungsbeaufragte der Universität
Tel.: 0345 55-21359
Fax: 0345 55-27099
E-Mail: gleichstellungsbuero@uni-halle.de

Dr. Viola Schubert-Lehnhardt
Forschungs- und Dokumentationsstelle beim
Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Tel.: 0345 8054840
Fax: 0345 2025594
E-Mail: gs-halle@bildungsverein-elbe-saale.de
 
  Ingrid Godenrath, 25.11.2005
 
     
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