Fachbereich Chemie startet
die 2. Etappe des Projekts
"'Chemobil' -- Lernen für Lehrer und Schüler"

Seit Anfang dieses Jahres wurden an über 15 Schulen des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen für ChemielehrerInnen (an ihren Schulen) Experimentalpraktika zur Realisierung eines zeitgemäßen Chemieunterrichts angeboten. Bis zum Jahresende sollen es insgesamt über 40 Veranstaltungen sein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen bereits für das Jahr 2002 schon mehr als 10 Anmeldungen vor.

Die Grundlage für diese Veranstaltungen bildet das Projekt "Chemobil", das am 27. März 2001 offiziell eröffnet wurde und in seiner ersten Phase der Weiterbildung der ChemilehrerInnen diente. Die finanziellen Mittel von 400.000 DM stellte die Dow Foundation, die Stiftung der Dow Chemical Company, deren Tochterunternehmen die BSL Olefinverbund GmbH in Schkopau ist, zur Verfügung. Verwaltet werden die Finanzen von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh) und als Projektleiter zeichnet Dr. Andreas Kometz (Universität Halle, Fachbereich Chemie, Abt. Didaktik der Chemie) im Rahmen seiner wissenschaftlichen Forschungs- und Lehrtätigkeit verantwortlich.


"Chemobil" startet in die zweite Etappe

Kurz vor Abschluss dieses Schuljahres beginnt die zweite Phase des Vorhabens, das von den FachlererInnen bislang sehr positiv angenommen wurde. Die mit den neusten Erkenntnissen ausgerüsteten Pädagogen geben im experimentellen Chemieunterricht ihr erworbenes Wissen nun direkt an die Schülerinnen und Schüler weiter. Die dabei zu erwartenden Reaktionen werden kritisch unter die Lupe genommen, ausgewertet und werden zur Konzeptverbesserung und zurr Weiterentwicklung des Projekts mit herangezogen.

Das Eröffnungspraktikum beginnt für die SchülerInnen am 19. Juni 2001, 9:00 Uhr, im Georg-Cantor-Gymnasium, Muldestr. 3 in Halle-Neustadt. Als prominente Gäste nehmen der Staatssekretär im Kultusministerium Sachsen-Anhalt, Dr. Richter, die Geschäftsführerin, von Dow / BSL, Frau Kretschmer und der Dekan des Fachbereiches Chemie, Prof. Dr. René Csuk, teil.


Experimentierbeispiel "Moderne Energietechnologien"

Das Programm der ersten Veranstaltung beinhaltet vier Themenkreise, die sich den modernen Technologien zur Energiegewinnung widmen und von entsprechenden Versuchen begleitet werden. Unter anderem kommen Experimente zur Darstellung von Sauerstoff und Wasserstoff und deren Eigenschaften sowie Experimente mit Solarzellen, Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen, in Kombination mit Halb-Micro-Technik-Geräten (das sind kleine Glaskolben, Reagenzgläser Verbrennungsrohre, Gasableitungsrohre) zum Einsatz.


Experimente - ein wesentlicher Bestandteil des Chemieunterrichts

Im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung im Fach Chemie kommt gerade den Experimenten eine nicht zu unterschätzende Rolle zu, da sie wesentlich zur Anschaulichkeit und zum besseren Verständnis für die Vorgänge bei chemischen Prozessen beitragen. Außerdem wird die Beobachtungsgabe und das schrittweise Herangehen der Lernenden bei der Vorbereitung von Experimenten geschult. Bester Beweis, dass "Chemie" spannend und interessant sein kann, sind die dicht umlagerten öffentlichen Schauvorlesungen der Fachbereiche Chemie und Physik am alljährlich stattfindenden "Tag der Forschung", auf dem Marktplatz der Saalestadt, den die Uni Halle seit 1994 (Termin für dieses Jahr: 21. Juni 2001) durchführt.


"Chemobil" -- eine solide Basis für eine neues Fortbildungsmodell

Weil in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt auch Regionen außerhalb der Ballungsräume erreicht werden, hat sich nach den ersten Erfahrungen das "Chemobil-Projekt" für die praktische Fortbildung der ChemielehrerInnen schon bestens bewährt. Außerdem unterstreicht die hohe Teilnehmerzahl die positive Resonanz bei der genannten Zielgruppe. Durch die enge Verknüpfung von Chemielehrerfortbildung und Chemieunterricht, in Zusammenarbeit mit dem Partnerprojekt "Chemie zum Anfassen" an der Fachhochschule Merseburg, soll sich das Projekt "Chemobil", so die Initiatoren "als eine solide Basis für ein neues Fortbildungsmodell im mitteldeutschen Raum etablieren."

(Dr. Andreas Kometz, Ingrid Godenrath, 16. Juni 2001)

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Kometz
Tel..: (0345) 55 258 92
Fax: (0345) 55 271 70
E-Mail: kometz@chemobil.de

"Chemobil" im Internet: http://www.chemobil.de


  Zurück zum Index