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WITTENBERGER SOMMERAKADEMIE FÜR STUDIERENDE
"ÜberLeben"
  29.05.2006
 
Bioethik in interdisziplinärer Auseinandersetzung
Bundesweite Seminarwoche für Studierende im August 2006
in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt
Anmeldung bis 15. Juni 2006

Längeres Leben, weniger Krankheiten, höhere menschliche Leistungsfähigkeit: Die Verheißungen der Biotechnologie sind so groß wie die Ängste vor den Folgen des Fortschritts. Die Wittenberger Sommerakademie lädt Studierende aus Natur-, Kultur- und Geisteswissenschaften ein, eine Woche lang zusammen zu leben und fachliche wie ethische Probleme der Biotechnologie und der modernen Medizin zu erörtern.

In Kooperation mit dem Zentrum Medizin-Ethik-Recht an der MLU veranstaltet die Evangelische Akademie in Wittenberg die Sommerakademie für Studierende aller Fakultäten. Geboten werden vier parallel laufende einwöchige Blockseminare zu bioethischen und medizinethischen Themen, dazu für alle ein Vortrags- und Exkursionsprogramm. Das Ganze findet in diesem Jahr erstmals statt und ist somit ein Pilotprojekt.

"Die Wittenberger Sommerakademie ist eine Art interdisziplinäres Labor", beschreibt Thorsten Moos, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, das Konzept. "Zwar ist Interdisziplinarität in aller Munde. Aber es fehlt gerade im Studium an qualifizierten Räumen, um Erfahrungen mit interdisziplinärer Zusammenarbeit zu machen." Um einen solchen Raum zu schaffen, hat der Physiker und Theologe die Sommerakademie ins Leben gerufen - zusammen mit einem Netzwerk von wissenschaftlichen Einrichtungen aus Berlin, Dresden, Gatersleben, Heidelberg, Halle, Schwerte und Wien.

Für eine Woche arbeiten je acht bis zwölf Studierende verschiedener Disziplinen zu einer bioethischen Fragestellung. Kommt Embryonen Menschenwürde zu? Sollen wir versuchen, den Menschen gentechnisch zu verbessern? Können und sollen Menschen über ihren Tod selbst bestimmen? Was ist das eigentlich - das "Leben"? Zu diesen Fragen finden Seminare statt.

Die Themen im Einzelnen:
1. Die gesellschaftliche Konstruktion des Lebensanfangs
Beschreibungen, Deutungen, Fixierungen, Konflikte
2. Enhancement
Vorstellungen über Perfektion
3. Selbst bestimmter Tod und ärztliche Fürsorge
Therapieentscheidungen am Lebensende
4. Über Leben
Philosophische und naturwissenschaftliche Zugänge zu einem schwierigen Begriff

Jedes Seminar wird von zwei Dozentinnen und Dozenten geleitet, die je aus einer Natur- und einer Kultur- oder Geisteswissenschaft kommen. Im Rahmenprogramm, zu dem ein Besuch in einem führenden biowissenschaftlichen Institut gehört, werden Querschnittsfragen der Bio- und Medizinethik behandelt. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage, wie die Verständigung über die Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen hinaus erfolgreich sein kann. Auch kulturelle Aktivitäten und ein großes Abschlussfest gehören zum Programm.

Insgesamt können 40 Studierende an der Sommerakademie teilnehmen. Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2006; es wird darum gebeten, die Belegung eines Wunschseminars sowie eine Alternativwahl bei der Anmeldung anzugeben. Die Tagungsgebühr ist dank öffentlicher und privater Förderer niedrig; für die sieben Seminartage beträgt sie 150,00 Euro inklusive Unterbringung und Verpflegung. Teilnehmer, die Interesse an einem qualifizierten Schein haben, können dies bei der Anmeldung angeben.

Flyer zur Wittenberger Sommerakademie

Info: Anmeldung, Fragen und Anregungen unter
www.wittenberger-sommerakademie.de und
bei Thorsten Moos, Studienleiter für Naturwissenschaft und christliche Ethik
Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.,
Telefon: 03491 498849
E-Mail: thorsten.moos@gmx.net
Schlossplatz 1d
06886 Lutherstadt Wittenberg
www.ev-akademie-wittenberg.de

 
  Ute Olbertz, 29.05.2006
 
     
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