Die von PricewaterhouseCoopers und dem Economy & Crime
Research Center der Martin-Luther-Universität am 29.
November 2005 vorgestellte Studie zur Wirtschaftskriminalität
hat innerhalb von 14 Tagen ein weltweites Presseecho gefunden.
Bisher wurden 180 positive Pressemitteilungen der weltweiten
Studie in 34 Ländern gezählt.
Der weltweite Anstieg der Wirtschaftskriminalität
stellt für Unternehmen eine wachsende Bedrohung dar.
In den vergangenen beiden Jahren wurden 45% der Unternehmen
weltweit Opfer von Wirtschaftskriminalität. Ein Anstieg
um acht Prozentpunkte gegenüber 2003. Wirtschaftskriminalität
verursacht neben hohen
finanziellen Schäden (weltweit durchschnittlich 1,7
Millionen US$ pro Unternehmen) auch lange nachwirkende Imageschäden
und Reputationsverluste.
Die Befragung von mehr als 3 600 Unternehmen aus 34 Ländern
erfasst auch Tat- und Täterprofile im weltweiten Vergleich.
Bedenklicher Befund der über 1 800 berichteten Schadensfälle:
Die Hälfte der Täter kommt aus dem eigenen Unternehmen.
Die bestehenden Kontroll- und Präventionsmaßnahmen
der Unternehmen können noch weiter ausgebaut werden,
denn am Häufigsten entdeckt werden Wirtschaftsstraftaten
immer noch von "Kommissar Zufall".
So verwundert es nicht, dass die Studie des von Prof. Dr.
Kai-D. Bussmann geleiteten Economy & Crime Research
Centers an der Juristischen Fakultät von Washington
bis Bangkok welteweite Resonanz fand. Unternimmt sie doch
erstmals den Versuch, ein Stück weit in das bisher
nahezu unerforschte Dunkelfeld der Wirtschaftskriminalität
vorzudringen. Damit konnten wichtige Erkenntnisse für
eine effizientere Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität
in der Zukunft gewonnen werden.
Weitere Informationen unter www.econcrime.uni-halle.de
(Markus M. Werle, 14.12.2005)
Dipl.-Soz. Markus M. Werle
Research Manager
Economy & Crime Research Center,
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Faculty of Law
Tel.: 0345 55-23119
Zentrale E-Mail des Forschungs-Centers: econcrime@jura.uni-halle.de