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GROSSES TROPENHAUS SANIERT
Neueröffnung im Botanischen Garten
  4.12.2006
 

Grund zur Freude für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): In ihrem Botanischen Garten präsentiert sich das Große Tropenhaus runderneuert. Der wertvolle Pflanzenbestand ist somit langfristig gesichert.

Exotik zu erleben, ist der Wunsch vieler Besucher, wenn sie einen Botanischen oder Zoologischen Garten besuchen. Tropische Regenwälder, Palmen, Orchideen und Bananen gehören sicher mit zu den wichtigsten Symbolen für Fernweh. Fast im Zentrum von Halle befindet sich ein Stück dieses Traumes. Eine Fülle von Pflanzen südlicher Breiten wächst im Großen Tropenhaus des Botanischen Gartens der Universität in einer atemberaubenden Klangkulisse, die durch das Rufen der tropischen Pfeiffrösche geschaffen wird.

Doch lange Zeit sah es nicht gut aus um die Tropenpflanzen im Botanischen Garten. Ausgerechnet der Sommer machte ihnen zu schaffen. Im Großen Tropenhaus mangelte es an Möglichkeiten zur Lüftung. "Die Kronenbereiche hochwüchsiger Pflanzen erlitten teilweise Verbrennungsschäden durch die hohen Temperaturen", sagt Dr. Matthias H. Hoffmann vom Institut für Geobotanik der MLU, der Kustos des Botanischen Gartens.


Das sanierte Tropenhaus, Foto: Dr. Matthias H. Hoffmann

Problematisch war auch der Zustand der Fassade, die aus einer Holzkonstruktion mit einfacher Fensterverglasung bestand. "Das Holz war bei der Rekonstruktion 1988 offensichtlich nicht ausreichend imprägniert worden, sodass alle hölzernen Bereiche von Pilzen befallen waren", berichtet Hoffmann. "Das hatte zur Folge, dass die Glasscheiben schlecht abschlossen." Im Winter ging somit Wärme verloren. Zudem hätte das Gewächshaus aufgrund der fortschreitenden Fäulnis in absehbarer Zeit geschlossen werden müssen. "Die Sicherheit der Besucher wäre irgendwann nicht mehr zu gewährleisten gewesen", konstatiert Kustos Matthias Hoffmann. In gutem Zustand befanden und befinden sich hingegen das Dach und die Hauptträger.

Die Sorgen um den Bestand der teilweise 150 Jahre alten Pflanzen, den Energieverlust und die Sicherheit gehören nunmehr der Vergangenheit an. Die Sanierung des Großen Tropenhauses, begonnen im Sommer dieses Jahres, ist abgeschlossen. Die Fassade ist runderneuert, die Holzteile wurden durch Aluminiumelemente ersetzt. Es wurde eine Isolierverglasung angebracht und eine Seitenlüftung im oberen Gewächshausbereich eingebaut. Gleichzeitig wurde das Heizsystem repariert. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 200 000 Euro, die von der Martin-Luther-Universität, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und dem Freundeskreis des Botanischen Gartens e. V. aufgebracht worden sind.


Termin für die Öffentlichkeit:
Anlässlich der Neueröffnung bietet Kustos Dr. Matthias H. Hoffmann am Sonntag, 10. Dezember, um 14 Uhr eine Führung durch den Garten mit dem Schwerpunkt Tropenhaus an.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Matthias H. Hoffmann
Institut für Geobotanik und Botanischer Garten
Botanischer Garten, Am Kirchtor 3, 06108 Halle
Tel.: 0345 55-26229
E-Mail: matthias.hoffmann@botanik.uni-halle.de

(Carsten Heckmann, 4. Dezember 2006)

 
  Ute Olbertz, 04.12.2006
 
     
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