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BESUCH AUS TOKYO IN HALLE
10 Jahre Universitätspartnerschaft
  2.05.2006
 
Vom 1. bis 4. Mai 2006 besucht der Präsident der Senshu-Universität in Tokyo die Martin-Luther-Universität. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zwischen beiden Universitäten. Mit dem Blick auf 10 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit gilt es nun, neue Vorhaben und Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren. Der Präsident Prof. Dr. Yoshihiro Hidaka kommt nicht nur als offizieller Vertreter der Partneruniversität, sondern auch als alter Freund der Martin-Luther-Universität und der Stadt nach Halle.

Professor Hidaka, Strafrechtler mit Schwerpunkt auf deutschem Strafrecht, und Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost vom Seminar für Japanologie, sind die Initiatoren der Partnerschaft, die 1996 mit dem Abschluss eines formellen Partnerschaftsabkommens zwischen beiden Universitäten offiziell besiegelt wurde.
Seither hat sich ein aktiver Austausch entwickelt, von dem Studierende, Graduierte und Lehrende profitieren konnten.


Hauptgebäude der Universität in Tokyo (Eingang)

Mehr als 30 hallesche Studierende aus Fächern wie Geografie, Japanologie, Politikwissenschaft oder Geschichte haben an der Senshu-Universität, die auf eine über 120-jährige Tradition zurückblicken kann und damit zu den ältesten Hochschulen Japans gehört, ein Studienjahr verbringen können. Gemeinsame Sommerschulen und Exkursionen haben die Beziehungen weiter intensiviert. So nahmen Studierende der Senshu-Universität an den ökologischen Sommerschulen 1997 und 2004 in Halle teil; im Gegenzug besuchten hallesche Studenten 1995 und 2000 Japan und führten gemeinsam mit japanischen Studierenden und Dozenten Exkursionen durch.

Auf Seiten der Graduierten konnten - nicht zuletzt dank der großzügigen Förderung des DAAD - in den vergangenen Jahren allein mehr als fünfzehn junge NachwuchswissenschaftlerInnen aus den Fächern Jura, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, Japanologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften einen Forschungsaufenthalt an der jeweiligen Partneruniversität absolvieren. Dadurch konnte das Abkommen auch im Graduiertenbereich disziplinär auf eine breite Basis gestellt und teilweise individuelle Forschungs- und Qualifikationsarbeiten abgeschlossen werden.


Hallesche Studenten im Kreise von Oberschülern der Uni (die Universität hat mehrere Oberschulen integriert)

Zwischen den Lehrenden beider Universitäten hat es über die Jahre hinweg immer wieder Begegnungen anlässlich von Tagungen, Gastvorträgen oder auch Gastprofessuren gegeben. So lehrte der heutige Präsident Prof. Dr. Hidaka im Sommersemester 1997 als Gastprofessor an der Juristischen Fakultät in Halle und ist seit dieser Zeit der Martin-Luther-Universität besonders herzlich verbunden.

Nicht zu vergessen ist schließlich, dass beide Universitäten im hohen Umfang wissenschaftliche Zeitschriften tauschen; Artikel mehrerer hallescher Wissenschaftler sind von Kollegen an der Senshu-Universität ins Japanische übersetzt und publiziert worden.
Nach 10 Jahren der Zusammenarbeit können beide Partner also auf einen aktiven Austausch zurückblicken, von dessen akademischer Qualität die beträchtlichen Fördermittel zeugen, die u. a. von Seiten des DAAD und des japanischen Kultusministeriums eingeworben werden konnten.

Für die Zukunft wird vor allem an einen Ausbau der bilateralen Graduiertenförderung gedacht. Bereits in den vergangenen Jahren haben Graduierte im Rahmen von Forschungsaufenthalten vielfältige Erfahrungen gesammelt. Um die Potenziale bilateraler Graduiertenförderung jedoch noch weiter auszuschöpfen, ist eine Verstetigung - nicht zuletzt auch durch zeitlich und personell längerfristig angelegte Projekte mit thematischer Schwerpunktsetzung und daraus resultierender internationaler Netzwerkbildung - notwendig.
Daneben bietet die Partnerschaft die Möglichkeit, durch einen lehrplangestützten Austausch von Lehrenden sowohl die Vielfalt als auch das Niveau des Lehrangebotes auf beiden Seiten zu erhöhen und damit die von beiden Universitäten angestrebte Internationalisierung weiter voranzutreiben.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost
Telefon: 55-24330
E-Mail: gesine.foljanty-jost@japanologie.uni-halle.de
Seminar für Japanologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Tino Schölz, M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: 55-24336
E-Mail: tino.schoelz@japanologie.uni-halle.de

(Tino Schölz, 2.05.2006)

 
  Ute Olbertz, 2.05.2006
 
     
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