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HOCHSCHULE – POLITIK – GESELLSCHAFT
Vortrag am 14. Dezember 2006
  12.12.2006
 

Die Hochschulgruppe der GEW hat in diesem Semester wieder gemeinsam mit dem AK Hochschulpolitik im StuRa und der BASTA-Hochschulgruppe Veranstaltungen in der Reihe "Hochschule – Politik – Gesellschaft" organisiert. Sie stehen auch in diesem Semester in Verbindung mit dem Themenjahr der Frankeschen Stiftungen und laufen unter der Überschrift "Provinz statt Welt? Hochschulreform in der Debatte".

In dieser Reihe hält Prof. Dr. Michael Hartmann (Darmstadt) am 14. Dezember 2006 um 19 Uhr im Melanchthonianum, HS B, einen Vortrag zum Thema: "Die Vertiefung der Unterschiede: Bildungspolitik zwischen Chancengleichheit und Elitenprojekt". Interessierte Zuhörer sind herzlich eingeladen.

Michael Hartmann: "Durch die Exzellenzinitiative, die Einführung von Studiengebühren und die immer stärker an der Drittmitteleinwerbung orientierte Zuweisung der staatlichen Gelder wird die deutsche Universitätslandschaft zukünftig in zwei Teile gespalten. Auf der einen werden ca. 25 Elite- und Forschungsuniversitäten stehen, auf der anderen die übrigen gut 70 Universitäten, Letztere werden kaum noch Forschung, sondern fast ausschließlich Ausbildung betreiben und über erheblich weniger Mittel verfügen. Diese Spaltung hat massive Konsequenzen für die soziale Rekrutierung der Studierenden. An den Eliteuniversitäten werden unter vergleichsweise guten Bedingungen die Kinder der oberen 10% studieren, an den Massenuniversitäten unter schlechten Bedingungen die Kinder aus der breiten Bevölkerung. Wie die Zukunft der deutschen Hochschulen in der Tendenz aussehen wird, lässt sich schon heute am Beispiel der US-Hochschulen absehen."

Michael Hartmann ist Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Eliteforschung, Managementsoziologie, Industrie- und Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt. In seinen Publikationen (Der Mythos von den Leistungseliten, Topmanager die Rekrutierung einer Elite) weist er nach, dass die deutsche Elite eine weitestgehend geschlossene Gesellschaft ist, dass Chancengleichheit beim Zugang zur Elite nicht existiert, sondern dass diese sich vielmehr vor allem aus sich selbst rekrutiert, gestützt unter anderem auf ein hoch selektives Bildungssystem.

Ansprechpartnerin:
Ingrid Stude
Sprecherin d. HSG der GEW MLU Halle-Wittenberg
Sprachenzentrum Mediathek
August-Bebel-Str. 13c, 06099 Halle (Saale)
E-Mail: ingrid.stude@sprachenzentrum.uni-halle.de
Tel.: 0345 55-24493

 
  Ute Olbertz, 12.12.2006
 
     
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