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EHEMALIGE UNI-STERNWARTE SANIERT
Baudenkmal im Botanischen Garten in neuem Glanz
  06.11.2006
 


Im Botanischen Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erstrahlt ein Baudenkmal wieder in voller Pracht: Die ehemalige Sternwarte der Universität wurde für knapp 110 000 Euro saniert.

1788 wurde die Sternwarte im Botanischen Garten von Carl Gotthard Langhans errichtet, der durch eine Vielzahl bedeutender Bauwerke bekannt geworden ist - das bedeutendste darunter dürfte das Brandenburger Tor in Berlin sein. Auch für das Schloss Bellevue, heute Amtssitz des Bundespräsidenten, zeichnet Langhans verantwortlich. Er hatte an der Martin-Luther-Universität Rechtswissenschaften studiert und sich zugleich zum Architekten weitergebildet.

Die Sternwarte, bis zum Wintersemester 1923/24 als solche genutzt, ist aber nicht nur baulich bedeutend, sie ist auch Teil einer der wesentlichen Sichtachsen der Stadt Halle. Immer wieder wurde daher eine Sanierung des Bauwerkes, das heute als Herbarium und Lager dient, gefordert. Nun ist sie von April bis Oktober 2006 erfolgt - ein Beitrag der Martin-Luther-Universität zum 1200-jährigen Jubiläum der Stadt Halle. "Die ehemalige Sternwarte ist somit wieder für Jahrzehnte in ihrem Bestand gesichert und kann entsprechend ihrer kunsthistorischen Bedeutung über die Grenzen des Botanischen Gartens der Universität und der Stadt hinaus wirken", sagt Dr. Matthias H. Hoffmann vom Institut für Geobotanik der MLU, der Kustos des Botanischen Gartens.

Die Schäden am Putz und insbesondere am Sandstein hatten sich als noch massiver als gedacht herausgestellt. So musste der westliche Balkon komplett ausgetauscht werden. Nun sind sowohl die gesamte Fassade als auch die Eingangstür instandgesetzt. Die Obere Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Archäologie und Denkmalschutz begleiteten das Projekt. Alle Arbeiten wurden in weitgehender Anlehnung an die Bauausführung im 18. Jahrhundert durchgeführt. Putze wurden vor Ort gemischt, dem Gesimsputz wurde für eine bessere Geschmeidigkeit je Mischung ein Becher Magerquark zugesetzt, der aufgetragene Fassadenputz wurde mit dem Reisigbesen geschlagen, um wieder die historische Struktur zu erreichen. Die Sanierung kostete 110 000 Euro.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Matthias H. Hoffmann
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Geobotanik und Botanischer Garten
Tel.: 0345 55-26229
E-Mail: matthias.hoffmann@botanik.uni-halle.de

(Carsten Heckmann, 06.11.2006)

 
  Ute Olbertz, 06.11.2006
 
     
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